Der Wandlitzer Bürgermeister Oliver Borchert und Klosterfeldes Ortsvorsteher Rico Brauer sowie etliche Gäste legten am Sonnabend Blumen und Gestecke im Gedenken an den 8. Mai 1945 nieder auf dem Klosterfelder Ehrenfriedhof der Gefallenen der Roten Armee.
„Formal markiert das Datum die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht und das Ende des Zweiten Weltkrieges – zumindest in Europa. Symbolisch steht dieser Tag für die Befreiung von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Terrorherrschaft und dem Ende des Holocaust,“ so Oliver Borchert.
Er erinnerte auch an die Worte des ersten deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss, der die Worte einer kollektiven Scham der Deutschen prägte. Das Gedenken an die Zeit vor, während und nach dem 2. Weltkrieg und an die Gräuel des Nationalsozialismus bleibe, so Borchert, wichtig und werde sogar zunehmend wichtig, je weniger Menschen darüber aus eigenem Erleben berichten könnten.

Zeichen zu setzen ist wichtig

In Zeiten, in denen Rassismus, Antisemitismus und völkisches Gedankengut um sich greifen und selbst ernannte Alternativen die liberale Demokratie in Frage stellten, sei es wichtig, Zeichen zu setzen. Es brauche weiterhin eine lebendige Erinnerungskultur an dieses dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte.
In Klosterfelde wird am 8. Mai traditionell auch den 300 Gefallenen der Roten Armee gedacht, die auf dem Klosterfelder Ehrenfriedhof begraben sind. Bereits am 21. April 1945 befreiten sowjetische und polnische Einheiten das Wandlitzer Gemeindegebiet von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Die Bernauer Stadt-Fraktion der Linken hatte zu einer Gedenkveranstaltung am Sowjetischen Ehrenmal in Bernau aufgerufen. Die Fraktion „Die Linke“ in Panketal lud zu einer Veranstaltung am Denkmal im Goethe Park ein.