Der Stromkonzern Vattenfall plant ab 2015 in den Landkreises Oder-Spree und Märkisch-Oderland die Endlagerung von großen Mengen an Kohlendioxid in salzwasserführenden, porösen Gesteinsschichten. Mit Hilfe der CCS-Technologie sollen die Kohlenkraftwerke, die riesige Mengen des klimaschädlichen Gases produzieren, kohlendioxidfrei gestellt werden. Die brandenburgische Landesregierung hatte die Zukunft der Lausitzer Braunkohle stehts mit einer deutlichen Verringerung des Kohlendioxidausstoßes verbunden.
Das schwarz-gelbe Bundeskabinett verabschiedete vor wenigen Wochen einen Gesetzentwurf zur unterirdischen Speicherung des Gases. Brandenburg kündigte bereits an, dem Papier im Bundesrat nicht zuzustimmen. Als Grund nannte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers eine Klausel, die Bundesländern einen Ausstieg aus dem Gesetz ermöglicht. „Entweder wir gehen industriepolitisch in Deut-
schland diesen Weg gemeinsam oder gar nicht“, so Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).
Die grüne Landtagsabgeordnete Sabine Niels kritisierte die CCS-Technologie scharf. „Die Risiken sind in keiner Weise kalkulierbar“, so die landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion. Es sei nicht abzuschätzen, welche chemischen und physikalischen Prozesse bei einer Langzeitlagerung ablaufen. Darüber hinaus sei eine Gefährdung des Grundwassers zu befürchten. „Das kommt alle Bürger teuer zu stehen“, erklärte die Landtagsabgeordnete. Zu berücksichtigen sei auch die „Leckage“- Rate. Ein Prozent des eingelagerten Gases, so optimistische Rechner, würde jährlich an die Oberfläche kommen. Sogar von möglichen Toten wurde gesprochen.
Hardy Feldmann von der Neutrebbiner Bürgerinitiative rief die Ahrensfelder auf, Widerstand zu leisten. Selbst kleine Schritte, wie das Aufstellen entsprechender Protestplakate auf den Grundstücken, seien dabei durchaus wirksam.
Nach der Veranstaltung wurde eine Liste ausgelegt, in der sich die Einwohner mit Telefon-und 
E-Mail-Adressen eintragen konnten.