Dass Bäume schnell gefällt würden, davon könne jedoch keine Rede sein, entgegnete Bernaus Bürgermeister Hubert Handke. „Beim Straßenbaum wird jeder Baum, der gefällt wird, hinterfragt.“ Als Beispiel nannte er den Zepernicker Landweg. „Da haben wir um jeden Baum gekämpft“, erinnert sich Handke. Müssten Bäume einer neuen Straße weichen, sehe die Planung stets in entsprechender Anzahl Neupflanzungen vor.
Was jedoch auf den Privatgrundstücken mit den Bäumen geschehe, darauf habe die Stadt in der Tat nicht viel Einfluss. „Mir ist in Schönow im Sommer auch ein Grundstück aufgefallen, wo der Besitzer legal alle Bäume abgeholzt und richtig Kahlschlag gemacht hat. Das sah schlimm aus. Aber die Frage ist doch, wie weit man Privatleute da beeinflussen kann und darf“, so Handke. Er halte die Baumschutzverordnung des Landkreises trotzdem für einen gangbaren Weg. „Im öffentlichen Raum sollten wir dagegen Vorbild sein.“
Bestes Beispiel dafür, wie schwer oft die Abwägung von Interessen ist, war der Einwand eines Anliegers aus der Waldstraße. Wann der Straßenausbau endlich umgesetzt würde, wollte er wissen. Für diesen Ausbau müsste jedoch einer der dort an der Straße befindlichen Baumreihen gefällt werden.
Wann der Bereich um den Dorfanger endlich vernünftig beplant werde, war auch eine der Fragen an den Bürgermeister. Er schlug vor, eine Ortsentwicklungsplanung zu machen. „Ich gebe Ihnen Recht. Der Dorfkern bräuchte dringend eine Aufwertung“, so Handke. „Es wäre ein guter Ansatz, wenn sich die Bürger Gedanken machen und nicht nur die Stadt jemanden mit den Planungen beauftragen würde. Vielleicht treffen wir uns ja in der Mitte“, schlug Handke vor. Den Vorschlag fand auch Ortsvorsteherin Adelheid Reimann gut. „Eine Ortsgestaltungssatzung liegt ja bereits vor. Beim anderen sollten wir uns zusammen Gedanken machen“, schlug sie vor.