Am Freitagabend wurden die 14 Entwürfe der Teilnehmer – allesamt Architektur-Studenten der Hochschule Wismar – im Beisein von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel im Kulturbahnhof vorgestellt. Der Wasserturm-Verein, der den Turm zu einem einzigartigen Museum mit Laborcharakter entwickeln will – hatte drei Preise ausgelobt. Zwei Anerkennungen wurden zusätzlich ausgesprochen.
Der 2018 gegründete Verein um Heribert Rustige will aus dem Wasserturm eine Bildungs- und Forschungsstätte entwickeln. Sie soll bekanntes Wissen in Hochschulen und Ämtern durch regionale Erkenntnisse ergänzen, die in Zusammenarbeit mit den Bürgern gewonnen werden. Der Wasserturm wird vor dem Hintergrund des zunehmenden Wassermangels in Brandenburg zugleich als Ausstellungsort für Kinder und Erwachsene gedacht. "Vielleicht erfährt unser Wasser-Labor Nachfolger", hofft Heribert Rustige.
Die Jury um die Architekten Prof. Silke Flaßnöcker und Claus Kampmann setzte schließlich einen Entwurf auf Platz eins, der den Park und den Turm durch Wege und Zonen miteinander verbindet. Sie führen schließlich zu einer Außentreppe um den Turm. Den zweiten Preis erhielt Nadja Helm für ihren Vorschlag, neben dem Turm ein eingeschossiges Gebäude mit l-förmigen Flügeln zu errichten und den oberen Umgang mit einer Ausstellungsfläche zu ergänzen. Der Vorschlag von Lelit Pauline Galante, den Turm in einen zweiten Glasturm gleichsam einzuhüllen, wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet.
Der Biesenthaler Gerhard Ihlow hat bereits 2003 eine Bauwerksaufnahme und Pläne gezeichnet. Sein Wunsch, das Bauwerk zu erhalten, ist jetzt einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die Vereinsgründung sei eine "Glanzidee" hielt Bürgermeister Carsten Bruch fest. Und Umweltminister Axel Vogel sagte die Unterstützung seines Ministeriums zu, damit "die Entwürfe der Studenten nicht nur Pläne bleiben". Dies können bis zum 20. Februar im Kulturbahnhof besichtigt werden.