Mit Bodenaufklebern wird seit Donnerstag in der Innenstadt von Bernau auf das Problem des Alltagsrassismus aufmerksam gemacht. Die Aktion initiiert haben die Partnerschaft für Demokratie in Bernau und die Bernauer Stadtmarketinggesellschaft im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages, der unter anderem vom Bundesfamilienministerium und vom Humanistischen Verband getragen wird. Zu sehen sind die Aufkleber in Bernau vor dem Bahnhof, am Stadtpark und in der Bürgermeisterstraße.
„Die Bodenaufkleber sollen darauf aufmerksam machen, dass Rassismus und Vorurteile im Alltag oft nicht gesehen werden, aber sie da sind und für Betroffene ein echtes Problem darstellen“, erklärte Johanna Seeger von der Partnerschaft für Demokratie.

Tätliche Übergriffe sind nur die Spitze des Eisbergs

Tätliche Übergriffe sind zwar besonders sichtbare Zeichen für den Rassismus in unserer Gesellschaft. „Sie sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Viele Menschen werden im Alltag aufgrund ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Herkunft oder Religion, ihres Aussehens oder sonstiger rassistischer Zuschreibungen diskriminiert.“ Deshalb setze sich die Partnerschaft für Demokratie seit 2019 gegen Rassismus und für Vielfalt in Bernau ein.
Mehr Informationen gibt es unter www.vorsicht-vorurteile.de.