Der 29. Brandenburger Landesschützentag fand in diesem Jahr bei der Schützengilde 1418 in Bernau statt. Der Bernauer Schützenverein war bereits zum dritten Mal Ausrichter dieser Veranstaltung und feierte zugleich sein 600-jähriges Bestehen. Zur Auftaktveranstaltung am Freitagabend im Ofenhaus gab es Grußworte und zahlreiche Ehrungen von allen Seiten. Bürgermeister André Stahl (Linke) lobte die Vereinsarbeit und sportlichen Erfolge der Bernauer Schützen ebenso wie Landrat Daniel Kurth und Dr. Gerd-Dieter Andreas, Präsident des Brandenburgischen Schützenbundes.
Nadine Haase, Referentin für Breitensport im Landessportministeriums, kam nicht mit leeren Händen. Sie überreichte den Bernauer Schützen anlässlich ihres Jubiläums und der sportlichen Erfolge die Sportplakette des Bundespräsidenten. Sie betonte: „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sie Tugenden und Brauchtumspflege traditionell aufleben lassen.“ Gerade die länderübergreifende, deutschlandweite Zusammenarbeit im sportlichen Schießwettkampf zeichne die Schützen aus. 
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Der Präsident des Kreissportbundes Barnim, Ronald Kühn, überreichte den Bernauer Schützen als Geschenk eine Sonderförderung von 300 Euro und hob hervor: „Sie haben den Barnimer Schießsport bundesweit bekannt gemacht.“ Die Schützengilde 1418 zu Bernau zählt rund 120 Mitglieder aus allen Altersgruppen, rund zehn Prozent der Mitglieder sind weiblich. Obwohl der Verein auch bei Jugendlichen auf Interesse stößt, ist der Schießsport vor allem bei älteren Menschen beliebt. Das liegt laut Uwe Börner, Ehrenmitglied der Bernauer Schützengilde, unter anderem auch daran, dass gerade der Schießsport bis ins höchste Alter wettkampfsmäßig ausgeübt werden kann. „Schützen sind Millimeterkünstler,“ sagt Börner. Um millimetergenau zu treffen, üben sich Schützen in Atmung, Ausdauer und Konzentration. Die Ergebnisse werden in der Bernauer Schießhalle daher mit modernster Computertechnik ermittelt. Der eigentliche Schützentag wurde am Samstag mit einem Platzkonzert am Steintor, einem Festumzug durch die Stadt und mit dem Schützenball gefeiert.