In den kommenden Jahren werden zahlreiche Bahnbrücken im Niederbarnim der Reihe nach durch Neubauten ersetzt. Ausgehend von der Berliner Stadtgrenze sollen die Brückenbauwerke in Panketal und anschließend in Bernau erneuert werden. Neben der Brücke über die Börnicker Chaussee ist auch der Ersatz der Überführung über die Zepernicker Chaussee geplant.
Die Verkehrssituation nordöstlich des Bernauer S-Bahnhofes auf der Börnicker Chaussee ist schon jetzt stark belastet. Zwischen Bahnhof und Einkaufpassage treffen Pendler, Kunden und Durchgangsverkehr aufeinander. An der Einmündung zur Ulitzkastraße, der verlängerten Breitscheidstraße, stauen sich die Fahrzeuge, die aus Richtung Börnicke kommen, oft an der Ampel zurück. Außerdem ist es für Fußgänger und Radfahrer unter der Brücke sehr eng. Der schmale Gehweg ist gegenwärtig für Radfahrer freigegeben.
Dies sollte sich mit dem Neubau der Brücke ändern, schlägt die Stadtverwaltung vor. In einer Information an die Stadtverordnetenversammlung heißt es: "In Abwägung eines möglichen künftigen Verkehrskonzepts ist zu entscheiden, ob die Stadt Bernau bei Berlin eine zusätzliche Fahrspur fordert." Gedacht wird an eine zweite Fahrspur stadteinwärts. Darüber hinaus steht eine Verbreiterung des Gehwegs um 1,25 Meter zur Debatte.
Im Zusammenhang auch mit Forderungen des Landes Brandenburgs - da es sich bei der Börnicker Chaussee um eine Landesstraße handelt, ist das Land Träger der Straße - liegen als Vorentwürfe drei Varianten vor. Diese sehen zwei bis vier Fahrspuren beziehungsweise beidseitige Gehwege mit einer Breite von zwei oder drei Metern vor.
Meldet die Stadt ihren Bedarf zur Verbreiterung der lichten Weite an, wird sie auch an den Kosten beteiligt, nach Angaben der Stadt mit etwa einem Drittel. Dies wären nach dem derzeitigen noch sehr frühen Planungsstand rund 1,6 Millionen Euro. Für die neue Brücke wird mit einer Lebensdauer von 100 Jahren gerechnet.
Für die künftige Bahnbrücke über die Zepernicker Chaussee sieht die Stadt eine Verbreiterung des Gehwegs um rund einen halben Mater auf dann drei Meter für erforderlich an. Auf die Stadt kämen nach dem derzeitigen Stand bei einem Anteil von knapp 15 Prozent Kosten in Höhe von knapp 480000 Euro zu.