"Im Ergebnis konnten wir eine Notwendigkeit zusätzlicher Schutzmaßnahmen für den vom Bauvorhaben nicht betroffenen Streckenabschnitt zwischen Karow und Bernau nicht bejahen", heißt es in dem Antwortschreiben seitens des Eisenbahn-Bundesamtes. Im Weiteren wird darauf hingewiesen, dass der Ausbau dieses Streckenabschnittes nicht mehr Gegenstand des Bundesverkehrswegeplans 2030 sei. Daher lägen keine Erkenntnisse vor, dass in diesem Bereich eine durchgehende Geschwindigkeitserhöhung in absehbarer Zeit zu erwarten wäre.
Außerdem wird darauf hingewiesen, dass im Planfeststellungsbeschluss auch auf die Frage von Messungen eingegangen wird. Verkehrslärmimmissionen seien "ausschließlich rechnerisch zu bestimmen". Die Messergebnisse der Initiative könnten daher keine Grundlage für die Entscheidung sein.
Die Initiative akzeptiere diese Argumentation nicht, sagte Peters, der zwischenzeitlich in den Vorstand der Bundesvereinigung gegen den Schienenlärm gewählt worden ist. Die Behauptungen in dem Antwortschreiben würden nicht begründet. Er verweist auf einen Beschluss, den die Gesundheitsminister der Länder auf einer Konferenz im Sommer gefasst haben. Demnach soll auch den Anliegern an Bestandsstrecken der Bahn ein Rechtsanspruch zum Schutz vor dem Schienenlärm eingeräumt werden.