Früher als erwartet ist am Donnerstag die Unterführung am Bahnhof wieder für Fußgänger freigegeben worden. Dadurch entfällt der provisorische Umweg über die Gleisanlagen. Autofahrer müssen sich allerdings noch gedulden. Für sie bleiben die Baustellen weiterhin gesperrt.
Diese Querung der Brücke am Bahnhofsplatz für den nicht motorisierten Verkehr wird nach Auskunft der Stadtverwaltung voraussichtlich bis Mai 2023 erhalten bleiben. „Da der Weg in dieser Zeit entlang der Brückenbaustelle führt, werden alle Nutzer gebeten, Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme walten zu lassen“, heißt es aus dem Rathaus. Hingegen werde die Unterführung der Bahn an der Börnicker Chaussee für Autos wieder Anfang November 2022 möglich sein, erklärte die Stadtverwaltung weiter.

Bürgermeister dankt Bauarbeitern

Bürgermeister André Stahl (Linke) belohnte die Bahn-Bauarbeiter am Donnerstag mit einem Frühstück für die zügigen Arbeiten. „Ich möchte mich bei Ihnen herzlich dafür bedanken, dass Sie in Rekordzeit die alten Brücken demontiert und die Behelfsbrücken aufgebaut haben“, sagte André Stahl vor Ort auf der Baustelle.
Bürgermeister André Stahl bedankte sich bei den Bauarbeitern der Sächsischen Bau GmbH und der KEMNA Bau Ost GmbH & Co. KG, die in den Tagen zuvor die Hilfsbrücken am Bahnhofsplatz und an der Börnicker Straße in Rekordzeit eingezogen haben.
Bürgermeister André Stahl bedankte sich bei den Bauarbeitern der Sächsischen Bau GmbH und der KEMNA Bau Ost GmbH & Co. KG, die in den Tagen zuvor die Hilfsbrücken am Bahnhofsplatz und an der Börnicker Straße in Rekordzeit eingezogen haben.
© Foto: Cornelia Schach/Stadt Bernau
In Bernau wurden am Montag und Dienstag, 17. und 18. Oktober, vier Zwillingsträger-Hilfsbrücken eingebaut. Je zwei an der Börnicker Chaussee und am Bahnhofsplatz. Die Hilfsbrücken mussten infolge des hohen Gewichts trägerweise eingebaut werden. Die Verbindung der beiden Träger erfolgte erst nach Einheben in die Endlage. Die Hilfsbrücke an der Börnicker Chaussee hat eine Länge von fast 32 Metern und ein Gewicht von 108 Tonnen, die am Bahnhofsplatz ist mit einer Länge von etwas mehr als 22 Metern und einem Gewicht von 54 Tonnen die kleinere von beiden.
In den kommenden Tagen realisieren die Spezialisten den Aufbau der Gleisanlagen. Wenn alles richtig angepasst ist, wird der Eisenbahnbetrieb während der Bauzeit über die Behelfsbrücken geleitet. Nach Auskunft der Deutschen Bahn soll ab 24. Oktober, gegen 4 Uhr, die erste Bahn die Behelfsbrücken passieren. In deren Schutz entstehen die neuen Brückenwiderlager. Sind diese fertig gestellt, werden die Hilfsbrücken aus- und die neuen Stahlüberbauten eingebaut. Die Hilfsbrücken werden eingelagert und für die nächsten Projekte verwendet.
Der Zugverkehr auf den Bahnlinien RE3, RB24 und RE66 bleibt noch bis Sonntag, 23. Oktober, unterbrochen. Zwischen Bernau und Eberswalde fahren ersatzweise Busse. In Richtung Berlin kann die S-Bahn-Linie S2 genutzt werden.
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Hinweis der Redaktion: In der ursprünglichen Fassung dieses Beitrages stand, dass auch die Unterführung an der Börnicker Chaussee für Fußgänger wieder passierbar ist. Das ist nicht der Fall. Sie ist weiterhin komplett gesperrt.