Bürger haben jüngst die Vorbereitungen zum Bau von Einfamilienhäusern im Zedernweg mit scharfen Worten kritisiert. Dort sei es zu "Tier- und Naturvernichtungsarbeiten" gekommen, so die Formulierung von Stefan Wagner, der in der Einwohnerfragestunde der Gemeindevertreterersitzung das Wort ergriffen hatte. Er wollte von der Bürgermeisterin Jana Radant wissen, wie von den Behörden die Beseitigung eines Feuchtbiotops genehmigt werden konnte. Seiner Beschreibung nach hatte sich dort über Jahrzehnte ein kleiner See gebildet, der Lurchen und Molchen Lebensraum bot. Zudem, so hieß es ebenfalls, seien Rote Waldameisen und geschützte Fledermäuse beobachtet worden.
Seitens der Wandlitzer Gemeindeverwaltung blieben die Antworten eher spärlich, denn die Zuständigkeit für die Genehmigung des Bauvorhabens liegt beim Bauordnungsamt des Landkreises. "Mitte August wurde nach unserem Wissen die Baugenehmigung erteilt. Dort entstehen zwei Doppelhäuser mit zwei Geschossen. Einwände des Naturschutzes sind uns nicht bekannt, aber wir waren auch nicht involviert, weil der Landkreis in einer Art konzentriertem Verfahren Bauanträge prüft und genehmigt", sagte Bauamtsleiter Lars Gesch. In der späteren Diskussion meldete sich auch der Basdorfer Ortsvorsteher Peter Liebehenschel zu Wort. Er relativierte die Beschreibung eines Biotops. "Dort wurde früher Kies entnommen, das bedeutet, der Mensch hat selbst Hand angelegt."
Laut Radant sei die Wohnbaufläche "seit 20 bis 25 Jahren" Teil des Flächennutzungsplanes. Jörg Striegler (Grüne) legte allerdings nach und forderte die Verwaltung auf, sensibler mit Naturschutzbelangen umzugehen.