Bei Untersuchungen des Vereins VSR-Gewässerschutz wurden in Bernau und Umgebung erhöhte Nitratwerte im Brunnenwasser gefunden. In Nibelungen lag der Wert bei 132 Milligramm pro Liter. Der Grenzwert beträgt von 50 Milligramm. Jeder neunte Brunnen in der Umgebung hat einen über der Norm liegenden Nitratwert.
Ursache dafür sind meist landwirtschaftliche Betriebe. "Die bisherigen Düngeverordnungen ermöglichten der Agrarindustrie, zu wachsen und ihre landwirtschaftlichen Flächen auf Kosten der Umwelt zu überdüngen", so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Pflanzen können dieses Nitrat aufnehmen und als Dünger verwenden. Sollten sie aber überdüngt werden, ist eine weitere Nitrataufnahme nicht mehr möglich und es sammelt sich im Erdboden. Durch Niederschläge gelang dies dann in tiefe Bodenschichten und belastet dann das Grundwasser. Schon bei kleinen Mengen Nitrat im Trinkwasser kann es bei Säuglingen zu Blausucht kommen. Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz teilte mit: "Wenn man das Brunnenwasser im Verhältnis 50:50 mit Regenwasser mischt, sollte die Gemüsebewässerung kein Problem für den Menschen darstellen."