Biesenthal. Wessen Weg am Sonnabend am Biesentahler Bahnhof vorbeiführte, kam nicht umhin, einen Blick zur Seite zu werfen, wo diverse Musikklänge vielerlei Besucher anzogen. Auch das diesjährige Straßenmusikfest beim Kulturbahnhof konnte nicht über mangelnde Zuhörer klagen.
„Ich freue mich, dass so viele den Weg hierher gefunden haben“, lauteten die Worte des anwesenden Bürgermeisters zu Beginn der Veranstaltung. Während zu Anfang „Griboff“ aus Berlin seinen Gesang mit Gitarre zum Besten gab, konnte man parallel dazu die verschiedenen Stände erkunden.
Ilona Köhn gefiel das Fest sehr gut – nicht zuletzt, weil es „nicht überdimensioniert“ war und damit eine gemütliche Atmosphäre für alle Anwesenden bot. Der Besuch war geplant, da sie bereits im vergangen Jahr dabei war und Gefallen gefunden hatte. „Es ist auch schön, viele und verschiedene Angebote aus der Region zu haben“, so die Biesenthalerin.
Bei der 1a-Wetterlage gestaltete sich das Event recht gut im Freien. Für das Publikum gab es viele Sitzgelegenheiten und Tische sowie Raum, um einfach nur der Musik zu lauschen oder die regionalen Produkte in Augenschein zu nehmen. Es war für jeden Geschmack etwas dabei, sowohl im kulinarischen als auch – und in erster Linie – musikalischen Sinne. So folgte auf Griboff, der zum ersten Mal dort auftrat, die Band „Bandylegs“. Deren buntgemixte Kreationen füllten die Umgebung mit Schlagzeug, Gitarre, Posaune und Saxophon. Zwischen den einzelnen Beiträgen wurde eilig die Technik umgebaut, damit optimale Klangerlebnisse möglich waren.
Im weiteren Verlauf präsentierten sich weitere regionale Künstler, wie der „Poetry Club“ mit Romantik-Texten des 19. Jahrhunderts, „Fire and Forget“ aus Wandlitz und auch das englische Duo „Yoyome“. Die gesamte Nachmittags-Veranstaltung war kostenlos. Lediglich der abendliche Teil zur Tom-Waits-Hommage durch „Two against One“ erforderte einen Kartenkauf.
Ariane Mummet vom Verein „Kultur im Bahnhof“, der das Fest organisierte, war insbesondere „ein gemischtes und abwechslungsreiches Programm wichtig“. Auch sollte musikalisch talentierten Menschen eine Gelegenheit gegeben werden, öffentlich ihr Können zu zeigen. „Wir legen Wert auf gute Musiker und damit auf eine gewisse Qualität“, sagte sie weiter. Die Kontakte beziehen sich dabei auf die Region, aber auch teilweise auf einige entfernter verankerte Künstler.