Moderator Bernd Schuhmann kritisierte vor allem, dass Wahlversprechen nicht eingehalten worden seien. Andreas Neue vom Bündnis für Bernau (BfB) prangerte an, dass Sozialdemokraten und Linke 2013 für die Verlängerung der Verjährung der Ansprüche auf Altanschließerbeiträge und damit gegen den kleinen Mann entschieden haben. Er gab sich aber optimistisch, dass man vor Gericht in den Verfahren gegen die Altanschließerbeiträge gewinnen werde, weil ein Rückwirkungsverbot bestehe, es laut Einigungsvertrag nur einen Einmalbeitrag geben dürfe und im Allgemeinen nach vier Jahren eine Verjährung einsetze.
Auch die Landtagsabgeordnete Iris Schülzke (BVB/Freie Wähler) machte den Bernauern in ihrem Bestreben für Gebührenfinanzierung Mut. Sie war aus dem Kreis Elbe-Elster nach Bernau gekommen und berichtete davon, dass sie in Schlieben gegen großen Widerstand durchgesetzt habe, dass kleine Dörfer bei der günstigeren mobilen Entsorgung bleiben. Die Region sei dünn siedelt, so dass für Kanalisation enorme Kosten entstanden wären. Es gäbe dann Erschließungsbeiträge, die über dem Wert der Grundstücke liegen würden, wie es beispielsweise in Sonnewalde passiert sei.
Neu bei der Demo war, dass mit dem Beitrag von Hans-Jürgen Klemm, Sprecher der Bürgerinitiative "Hände weg vom Liepnitzwald" auch der Protest gegen Windräder in Waldgebieten unter Beifall der Demonstranten thematisiert worden ist.
Peter Vida, Kreis- und Landtagsabgeordneter von BVB/Freie Wähler, kündigte einen Beschlussantrag für die heutige Kreistagssitzung an. Er zielt darauf, dass die Barnimer Vertreter in der Regionalversammlung Barnim/Uckermark am 26. Mai für einen Abstand von Windrädern zur Wohnbebauung, der das Zehnfache der Nabenhöhe beträgt, und gegen eine Aufstellung von Windrädern in Waldgebieten stimmen.