Bereits die einleitenden Worte von Dr. Ines Konzag, Chefärztin der Kinder-Nachsorgeklinik, ließen keinen Zweifel am Ernst der Lage. Wie berichtet, fehlt der Klinik ein Millionenbetrag, um den weiteren Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Klinikleitung sah sich daher gezwungen, den Betrieb zum 31. Dezember diesen Jahres einzustellen und allen Beschäftigten zu kündigen.
Immerhin gibt es einen Silberstreif der Hoffnung am Horizont. So könnte man Ines Konzag interpretieren, denn Peter Fritz, der über seine Stiftung schon 20 Millionen Euro in das Projekt investiert hat, ist auf der vielversprechenden Suche nach weiteren Gesellschaftern. Er verließ die Veranstaltung vorzeitig, um sich mit einem von ihnen zu treffen. Die Peter- und Ingeborg-Fritz-Stiftung hält an ihren Umzugsplänen nach Strausberg fest.
Es ist offensichtlich noch nicht aller Tage Abend. Der Schock über die noch taufrische Hiobsbotschaft saß aber tief und war bei der Veranstaltung am Wochenende fast mit Händen zu greifen. Während nämlich im vergangenen Jahr der Saal vor lauter Zuschauern fast aus den Nähten platzte, war er diesmal beinahe halb leer.
Der Freude der Kinder, die das bunte Rahmenprogramm des Tages gestalteten, tat dies keinen Abbruch. Sie führten einen bunten Reigen von Tänzen und Musikstücken auf, der die Herzen der Zuschauer – unter ihnen zum großen Teil ihre Eltern – erfreute. Kindertanz- und Ballettgruppen verschiedener Altersklassen hatten sich in Schale geworfen und führten mit großer Begeisterung ihre Stücke vor, unterstützt von ihren Trainerinnen Solveig Levenson und Eva Gönczy. Auch eine Modern-Jazz-Gruppe war dabei, ebenso verschiedene Solomusiker der Westerland-Musikschule. Julia Hovarth vom Theater am Wandlitzsee moderierte das Programm mit professioneller Eleganz.
Als Höhepunkt wurden schließlich – wie könnte es bei einer Charity-Veranstaltung anders sein – die Spendenschecks präsentiert. Insgesamt kamen stolze 15 386 Euro zusammen. Wichtige Einzelspender waren die Sparkasse Barnim, ein Vorstandsmitglied der Sparkasse und die Daimler-Benz-Niederlassung Berlin, die Geld für ein Langzeit-EKG-Gerät zur Verfügung stellte.
Am Ende erging ein Dankeschön von Ines Konzag an die Spender, die einen wesentlichen Beitrag zu den Reha-Maßnahmen der Klinik leisten. Großen Dank erhielt aber auch Moderatorin Julia Horvath vom Theater am Wandlitzsee, in dessen Räumlichkeiten nicht nur schmissige Theaterstücke gespielt, sondern auch die Balletkurse abgehalten werden.