Ob per Bus oder Taxi bleibt im Beschluss der Panker Gemeindevertretung nun offen. Das Gremium hat sich allgemein für ein „Shuttle“ für Fahrten zu den Brandenburger Corona-Impfzentren ausgesprochen. Der Bürgermeister soll für diesen Transfer „bei Bedarf“ Personenbeförderungsunternehmen einsetzen. Darüber hinaus haben die Gemeindevertreter die Verwaltung beauftragt, beim Gesundheitsministerium die Einrichtung mobiler Impfteams für Panketal und/oder ein Impfzentrum in Bernau einzufordern.
Parallel dazu appelliert der Panketaler Bürgermeister Maximilian Wonke in einem Schreiben  an  Brandenburgs Gesundheitsministerium  Ursula Nonnemacher, kommunale Impftage zu ermöglichen. Die Vergabe von konkreten Terminen für die Impfungen könnten gleichfalls von den Kommunalverwaltungen übernommen werden.

60.000 Euro stehen für Transportfahrten bereit

Der Fahrdienst gilt für Personen mit höchster und hoher Priorität, also für Menschen, die über 80 beziehungsweise über 70 Jahre alt sind. Für die Fahrten wurden 60.000 Euro bereitgestellt.
Die Einrichtung von Bustransfers zu den Impfzentren war von der CDU-Fraktion angestoßen worden. Sie hatte auch den Vorschlag der GiP-FDP-Fraktion, Taxis für die Fahrten einzusetzen, mit aufgenommen. In den Debatten über diese Vorschläge war es vor allem um Fragen der Sicherheit und des Ansteckungsrisikos in den jeweiligen Fahrzeugen gegangen. Die CDU hat mit ihrem Vorschlag auch die Stärkung von regionalen Anbietern in der wirtschaftlich schwierigen Coronasituation  beabsichtigt.

Kurze Wege und Terminvergabe

Stefan Stahlbaum (Bündnisgrüne) hatte darüber hinaus darauf hingewiesen, dass es für mobilitätseingeschränkte Menschen schwierig sei, überhaupt ein Impfzentrum  zu erreichen – ob nun mit einem Bus oder einem Taxi. Sein Änderungsantrag, sich beim Land für die Einrichtung von mobilen Impfteams beziehungsweise für die Eröffnung eines Imfpzentrums in Bernau einzusetzen, wurde schließlich mehrheitlich angenommen.
Wonke führt nach zahlreichen Gesprächen mit Vertretern aus dem Senioren- und Behindertenbereich für seinen Vorstoß an, dass Panketal ziemlich weit von einem Impfzentrum entfernt sei und viele ältere Menschen aufgrund einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung kaum in der Lage seien, einen weiten Weg auf sich zu nehmen. Angesichts neuer Virus-Mutationen seien die Transporte in Bussen „hoffentlich ... nicht mehr als Gedankenspiele“. Auch Taxifahrten würden die Angelegenheit verkomplizieren.
Auch die bisherige „höchst ineffiziente“ Vergabe der Impftermine sei „eine weitere Hürde für mitunter sehr betagte Mitbürger“.
Wonke bekräftigt seinen Vorschlag, Impftage in einem Ratssaal oder Gemeinschaftshaus durchzuführen. So würden bereits jetzt mehrmals im Jahr im Rathaus Blutspendeaktionen durchgeführt. Die kommunalen Verwaltungen könnten problemlos Räumlichkeiten organisieren und nach konkreten Vorgaben herrichten. Die Hilfsbereitschaft haupt- und ehrenamtlicher Helfer vor Ort sei hoch.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.