Schlechte Nachricht für alle, die ihr Haus oder ihre Wohnung entrümpeln wollen: Die Recycling- und Wertstoffhöfe der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft (BDG) bleiben für Privatpersonen auch über den 10. Januar 2021 hinaus geschlossen. Grund ist die Verlängerung des Corona-Lockdowns mitsamt der neuen Eindämmungsverordnung.

Ausnahmen für Handwerker bleiben

Wie die Kreiswerke der MOZ auf Nachfrage mitteilten, sollen die Höfe bis zum 31. Januar dicht bleiben. Nur für Handwerker werde es weiterhin Ausnahmeregelungen geben.
Die Kreiswerke weisen aber darauf hin, dass die Entsorgung von Hausmüll, Pappe, Papier, Biomüll, Sperrmüll und gelber Sack von den aktuellen Einschränkungen nicht betroffen sei. Dazu habe es in der Vergangenheit vermehrt Kundenanfragen gegeben, heißt es.
Die BDG betreibt im Barnim insgesamt sechs Müll-Abgabestellen. In Bernau und Eberswalde gibt es die großen Recyclinghöfe, ergänzt werden sie durch Wertstoffhöfe in Wandlitz, Werneuchen, Ahrensfelde und Althüttendorf.

Kritik an Schließung

An der Schließung, die seit dem Corona-Lockdown am 16. Dezember 2020 gilt, hatte es vermehrt Kritik gegeben. Kreiswerke-Geschäftsführer Christian Mehnert verwies zur Begründung unter anderem auf die Aufenthalts- und Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum. Im Rahmen der Corona-Eindämmungsverordnung gebe es zwar Ausnahmen, der Besuch von Recycling- und Wertstoffhöfen zähle aber nicht dazu.
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