Zu den ersten Mitarbeitern, die ihre neuen Arbeitsplätze in dem großzügigen Foyer einnehmen, gehören Stephanie Krähenbrink und Emmeline Schultheiß. Sie sind im Bereich Patientenaufnahme tätig. Aus ihren verglasten Kanzeln haben sie einen weiten Blick auf den Eingangsbereich. "Es ist alles neu und aufregend", sagt Stephanie Krähenbrink, die seit rund sieben Jahren in der Klinik tätig ist.

Das neue Covid-19-Zentrum in Bernau

"Wir haben dieses Gebäude viele Jahre geplant und drei Jahre gebaut. Heute ist der Tag, an dem wir die Türen öffnen", freut sich Geschäftsführer Andreas Linke. "Es ist ein Segen, dass wir es in diesen Zeiten haben", stellt auch Christof Schulz, der Chefarzt der Chirurgie, fest.
Durch den Erweiterungsbau ist das Bernauer Klinikum in  der Lage, ein Covid-19-Zentrum einzurichten und muss nicht, wie andere Krankenhäuser, die Behandlung von mit dem Virus infizierten Patienten auf "normalen" Stationen bewerkstelligen. Der Bereich ist strikt von den anderen Stationen abgetrennt. Vor allem aber verfügt er über zwölf zusätzliche Intensivbetten – zu den 30 bereits vorhandenen im alten Haus – und über 38 Plätze auf der IMC (Inter Medical Care), der Überwachungsstation im neuen Haus.
Immanuel Klinikum Bernau hat sein Covid-19-Zentrum

Bildergalerie Immanuel Klinikum Bernau hat sein Covid-19-Zentrum

Dr. Georg Fritz leitet das Covid-19-Zentrum. Es ist mit der modernsten Technik ausgestattet, die es zurzeit gibt. Und bei Bedarf kann der intensivmedizinische Bereich um noch einmal vier bis sechs zusätzliche Beatmungsplätze erweitert werden, sagt der Chefarzt. "Insgesamt können wir 44 Beatmungsplätze generieren".

Zwei Corona-Patienten werden in Bernau beatmet

Am Montag mussten auf der Intensivstation zwei mit Covid-19 infizierte Patienten beatmet werden. Auf der Überwachungsstation befanden sich vier positiv getestete Patienten, für weitere drei standen die Testergebnisse noch aus. Dr. Karsten Wendt, der seit der vergangenen Woche die Station leitet, hat eine gute Nachricht. "Am Nachmittag können wir zwei Patienten nach Hause entlassen. Sie haben Corona überstanden", teilt er mit.
Nicole Jonas gehört zu den Krankenschwestern, die freiwillig ins Covid-19-Zentrum gewechselt sind. Die 45-Jährige arbeitet seit 27 Jahren im Bernauer Krankenhaus und war in den letzten Jahren als Diabetesberaterin tätig. Dass sie nun wieder als Krankenschwester arbeitet, ist für sie selbstverständlich. "Es ist noch einmal eine Herausforderung für mich", sagt sie.
Überhaupt: Pflegedirektorin Birgit Pilz ist voll des Lobes über das Engagement ihrer Mitarbeiter im Krankenpflegebereich. Es habe eine unglaubliche Bereitschaft gegeben, im Covid-19-Zentrum zu arbeiten, erzählt sie. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine personellen Probleme. Und auch, wenn sich die Situation verschärfen sollte "Wir sind in unserer Klinik bestens vorbereitet, auch wenn wir hoffen und uns natürlich wünschen, das es nicht soweit kommt", sagt Pflegedirektorin Pilz.