Stationen, in denen Covid-19-Fälle aufgetreten seien, wurden isoliert und unter Quarantäne gestellt. "Dies geschah sofort, nachdem erste Symptome auftraten. Betroffene Patienten sind unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen isoliert und unter Quarantäne. Weitere Patienten werden im NRZ auf dem Campus der Brandenburgklinik gegenwärtig nicht aufgenommen, um weitere Infektionsmöglichkeiten von außen zu verhindern und den Schutz unserer aktuellen Patienten bestmöglich und unter größtem persönlichen Einsatz der Mitarbeiter zu gewährleisten", führt die Klinikleitung aus.
Nach ihrer Ansicht lässt sich der Anstieg der akut betroffenen Covid-19-Fälle damit begründen, dass die Klinik "eigeninitiativ und in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt sowie dem Gesundheitsministerium des Landes Brandenburg" eine sehr hohe Anzahl an Testungen vorgenommen hat "Mehr als 500 Personen sind gegenwärtig auf eine Corona-Infektion auf dem Campus der Brandenburgklinik getestet worden", heißt es in der Stellungnahme weiter. Dies sei vorsorglich auf Anraten der Chefärzte geschehen, darüber hinaus ebenfalls nach Auftreten erster möglicher Symptome bei Patienten. "Dadurch war es uns möglich, bei einer im Verhältnis zu den vorgenommenen Tests geringen Zahl der getesteten Personen Infektionen mit Sars-CoV-2 festzustellen".
Die Infektionen im Neurologischen Rehabilitationszentrum (NRZ) auf dem Campus in der Waldsiedlung seien aufgrund der zahlreichen Abstriche, die bei Mitarbeiten und Patienten vorgenommen wurden, nachgewiesen worden. "Ohne unsere umfassenden Testmaßnahmen wären sie wohl verborgen geblieben", vermutet die Klinik.

Corona-Infektionsursprung in Bernau unbekannt

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei es nicht möglich, den Ursprung der Infektionskette zu identifizieren. Allerdings habe die Brandenburgklinik in den vergangenen Wochen "zur Entlastung der Akutkrankenhäuser neue Patienten, oft mit schwersten Krankheitsbildern und Vorerkrankungen, aus Berlin und Brandenburg aufgenommen – auch auf unseren intensivmedizinischen Stationen". Es sei nicht auszuschließen, dass Rehabilitanden im symptomfreien Intervall einer Covid-19-Infektion dabei waren. Natürlich sei auch vorstellbar, dass sich einige Mitarbeiter im privaten Umfeld außerhalb der Klinik infiziert hätten, beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit in öffentlichen Verkehrsmitteln oder schlichtweg beim Einkauf im Supermarkt – eine Infektion könne nirgendwo gänzlich ausgeschlossen werden. "Wir arbeiten kontinuierlich und konsequent an einer transparenten Aufklärung zum weiteren Schutz aller uns anvertrauten Patienten und unserer Mitarbeiter", wird seitens der Klinikleitung versichert.