In  ihrer souveränen Art liest sie zunächst vom holprigen Beginn ihrer Karriere.  In den 60er Jahren stieg sie zur beliebtesten jungen Schauspielerin der DDR auf, spielte  in über 60 Produktionen der DEFA und war wegen ihrer Natürlichkeit, Vitalität und Wandlungsfähigkeit als emanzipierte, bodenständige Frau beliebt. So erzählte sie beispielsweise von einem Ahrenshooper Urlaub, bei dem sie nacktbadend von einem Urlauber erkannt wurde, und sich erst nach geraumer Zeit aus dem Wasser heraus traute. "Ich war ja  in einem Alter, in dem man die Gene von Mutter und Großmutter nun mal nicht mehr verbergen konnte. Solange war ich noch nie in der Ostsee geschwommen!"
Im Anschluss an die Lesung luden Ortsbürgermeisterin Annett Klingsporn und Ortsvorsteher Frank Lützow die Besucher ein, die neue Lesestube im Gemeindehaus einzuweihen. Die wunderschön gestaltete Lesestube war innerhalb des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" entstanden. "Wir hatten die Bürger befragt, was sie denn gern hier in Ruhlsdorf hätten", schildert Annett Klingsporn. Dann wurden Bücher gesammelt und Regale gebaut, alles in Eigenleistung. Die Bilder an den Wänden sind Reproduktionen der Gemälde der Ruhlsdorfer Ehrenbürgerin Helga Hagitte. Hier werden künftig regelmäßige Leseabende stattfinden, die Ortsgruppe der Volkssolidarität kann hier zusammenkommen und Ruhlsdorfer sollen hier Familienfeiern  durchführen können.