Viele Biesenthaler würden gern bis Bernau das Fahrrad nehmen. Aber auf der viel befahrenen ehemaligen B 2, jetzt L 200 ist das ein großes Risiko. Vor allem für die Schulkinder, die wegen der zwei bis drei noch nicht fertigen Kilometer Kilometer von Wullwinkel bis Biesenthal mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Aber auch am Wasserwerk in Biesenthal würde der Weg etlichen Kindern helfen, sicherer zu Schule zu kommen, hebt Amtsdirektor André Nedlin hervor. Nedlin, der die Fertigstellung des Radweges für sehr wichtig hält, verweist darauf, dass die Stadt alles Erforderliche für den Weg getan habe. Seit 2011 sind die finanziellen Voraussetzungen geschaffen. Es geht dabei um rund 116 000 Euro, die jetzt schon zweimal ins nächste Jahr mitgenommen werden mussten. Das Planfeststellungsverfahren laufe sogar schon seit 2010.
"Auch die Straßenbauverwaltung des Landes Brandenburg sieht die Notwendigkeit zur schnellstmöglichen Schaffung eines Radweges im Bereich Wullwinkel - Biesenthal und konnte die Planung für die Maßnahme abschließen. Noch offen ist die Baurechtsschaffung, die für diese Maßnahme nur über eine Planfeststellung möglich ist. Die dafür erforderlichen Unterlagen liegen der Planfeststellungsbehörde vor", heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft. Eine konkrete Aussage, wann der Antrag in der Behörde bearbeitet werden kann, sei derzeit nicht möglich. Hintergrund sei, dass sich bei der Planfeststellungsbehörde eine Vielzahl von Anträgen auf Planfeststellung und Plangenehmigung in der Bearbeitung befindet und darüber hinaus weitere Anträge vorliegen. Die in Bearbeitung befindlichen Verfahren weisen eine hohe Komplexität der zu prüfenden Sachverhalte und damit verbundene Unwägbarkeiten auf, geht aus der Mitteilung des Ministeriums hervor. Dies jedoch erzürnt Biesenthals Bürgermeister André Stahl. Er verweist darauf, dass die Trägerbeteiligung und die Prüfung der Einwendungen im Planverfahren des Landesbetriebes abgeschlossen seien. Damit seien die Voraussetzungen für den Planfeststellungsbeschluss gegeben. Zudem habe die Stadt einen Vertrag mit dem Landesbetrieb über den Bau dieses Radweges abgeschlossen. Der müsse nun auch erfüllt werden. Ansonsten hätte die Stadt zumindest in der Stadt zum Teil schon selbst gebaut, so Stahl.
Unterstützt wird der Radweg auch von der Lokalen Agenda. Im Rahmen der Radsternfahrt des ADFC am 2. Juni zum Umweltmarkt in Berlin soll es um 9 Uhr am Amtshaus an der Plottkeallee einen Stopp für eine Demo zugunsten des Radweges Biesenthal-Wullwinkel geben.