Zu sechst kamen sie früh morgens angereist, mit Trommeln und traditionellen Gewändern, mit mitreißenden Rhythmen und hüfteschwingenden Tanzschritten. Wenige Stunden später hatten sie die Jungen und Mädchen angesteckt und mit ihnen ein kleines Abschlusskonzert gegeben.
Als "Erdkundelehrer und Fußball-Fan", begründete Schulleiter Othmar Nickel sein Interesse für die Black & White-Initiative, sei ihm der afrikanische Kontinent dieses Jahr besonders nahe. Einige Monate bevor die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika startet, wollte er seinen Schülern schon mal die Möglichkeit gegen, mehr über die afrikanische Kultur zu erfahren. Und da Wolfgang Lieberknecht, der Chef der afrikanischen Truppe und einziger Deutscher im Team, die Theorie für solche Zwecke zu grau findet, hat er sich ein Programm ausgedacht, bei dem die Schüler mitmachen können.
Eine Stunde trommeln, eine Stunde tanzen, eine Stunde singen und dann doch noch eine eher theoretische Power-Point-Präsentation über den afrikanischen Kontinent standen auf dem Stundenplan. "Man musste sie schon erst mal motivieren, mitzumachen", erzählte einer der Gruppenmitglieder, der Kongolese Ivon Gizalahamba Ndula, aber zum Schluss hätten sie richtig toll mitgemacht, sogar die Jungs! Seit fünf Jahren ist er dabei, tourt tagtäglich durch Deutschland, um Schulen zu besuchen. Er und die anderen Mitglieder aus Ghana und der Elfenbeinküste kennen das Land sicher besser als viele Deutsche. Dabei sind sie erst vor einigen Jahren wegen Krieg und Armut geflohen.
"Wir wollen mit unserem Verein auch erreichen, dass die Milleniumsziele, die die UNO 2000 unterzeichnet hatte, bis 20210 auch umgesetzt werden", sagt Wolfgang Lieberknecht. Einige der Oberschüler wollen sich nun dafür mitengagieren.
Mehr Infos zu den Projekten von Black & White: www.blackandwhite-schwarzundweiss.de