Händeringend suchen die Unternehmen heute junge Leute - ganz anders als früher. Und junge Leute suchen einen Weg in ihre berufliche Zukunft. Aus zwei mach' eins - und das bei der nun mehr bereits 19. Ausbildungs- und Studienbörse (BAS), die am 30. September wieder im Paulus-Praetoriums-Gymnasium stattfinden wird.
Von 10 bis 14.30 Uhr können alle, die nach einem passenden Job oder einem Studium suchen oder sich überhaupt erst einmal orientieren wollen, Anregungen mit nach Hause nehmen und sich auch gleich direkt vor Ort über Details informieren. Denn nichts ist wichtiger als einen Job zu haben, den man mit Begeisterung ausfüllt, der einen fordert, Bestätigung gibt und für den man jeden Morgen auf's Neue mit Elan aus dem Bett steigt.
Hauptorganisator Uwe Bartsch erinnert sich: "Ich musste 1994 als Landtagsabgeordneter meine erste Rede zum Thema Ausbildung halten. In diesem Zusammenhang hatte ich auch Lehrstellen akquiriert und der Agentur für Arbeit gemeldet - die hatten damals ja noch keine Ausbildungsplätze angeboten. Und ich habe Universitäten aus ganz Berlin und Brandenburg ins Praetorius-Gymnasium eingeladen. So war die erste Ausbildungs- und Studienbörse entstanden. Wir waren die Ersten!"
Strömten in den besten Zeiten noch bis zu 4000 Besucher zur Messe - so gut ist sie von Anfang an angenommen worden - so sind es heute aufgrund des demografischen Wandels zwar weniger, aber das Interesse ist nach wie vor riesengroß.
"Wir haben für dieses Jahr 5000 Broschüren drucken lassen, die wir auch an Berliner Schulen verteilen, 200 Plakate aufgehängt und auch die Hinterglas-Beschriftung am Gymnasium wieder vorgenommen", so Bartsch. Wieder werden sich die Türen öffnen, die Schüler herein kommen mit ihren Freunden, manche auch mit Eltern oder Großeltern und die Neugierde an den einzelnen Ständen wird groß sein.
Von seinen guten Erfahrungen kann zum Beispiel Paul Berlin aus Basdorf berichten, der 2014 sein Abi im PP-Gymnasium machte und heute ein duales Studium der Elekrotechnik bei Siemens betreibt: "Ich kam damals auch zur BAS und ging direkt an den Stand von Siemens, der übrigens auch von einem Absolventen des Gymnasiums betreut wurde. Wir kamen ins Gespräch. Es war super spannend", so der heute 20-Jährige, der 2018 sein Studium beenden wird.
Derzeit arbeitet er im Projektmanagement für Kraftwerks-Service und entwickelt unter anderem Servicekonzepte und neue Wartungswerkzeuge für das Gasturbinenwerk in Berlin-Moabit, das mit seinen 3000 Mitarbeitern das größte Gasturbinenwerk der Welt ist. "Ich kann nur jedem Besucher der BAS empfehlen, wirklich mit den Standbetreuern zu reden, um einen authentischen Einblick in das Arbeitsleben zu erhalten", rät er.
"Schön ist es auch, die Resonanz auf die Messe zu erfahren, wie zum Beispiel nach der Messe im vergangenen Jahr", sagt Uwe Bartsch und schaut auf Mails wie diese: "Herzlichen Dank für die tolle Messe. Wir, die Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe aus Eisenhüttenstadt, hatten sehr viele interessierte Schüler an unseren Stand. Die ersten Bewerbungen aus Bernau sind auch schon in unserem Hause eingegangen. Auch im nächsten Jahr sind wir gern wieder dabei."
Und Manon Wolff von der Handelsvertretung für die Allgemeine Finanz- und Assekuranzvermittlung /AFA) schrieb: "Der Ablauf war wie immer reibungslos. Es hat wieder mal großen Spaß gemacht und auch das Interesse der Schüler war wieder groß. Gerne nehmen wir nächstes Jahr wieder teil."