Sowohl für das Stadtgebiet als auch für die Ortsteile Seefeld, Weesow und Hirschfelde soll eine höhere Personalstärke angestrebt werden, heißt es da. Die Frage ist nur: Wie kommt man an die neuen Kräfte?

Stadtverordneten diskutieren

Diese Frage stellt man sich seit geraumer Zeit nicht nur innerhalb der Werneuchener Wehrführung,  sondern auch in der Politik. Bis vor Kurzem gab es hierzu gleich zwei Beschlussvorlagen für die nächste Stadtverordnetenversammlung, die am Donnerstag stattfindet (19 Uhr Adlersaal). Die erste kam von der CDU. Sie zielt darauf ab, Anreize zu schaffen, um neue ehrenamtliche Mitglieder zu gewinnen, etwa durch die Bevorzugung bei der Vergabe von stadteigenen Bauplätzen, Wohnungen oder Kitaplätzen.
Die andere Vorlage kommt von den Linken. Sie wollen, dass gemeinsam mit der Feuerwehr ein Konzept zur Mitgliedergewinnung und Förderung des Ehrenamtes erarbeitet wird. Kurios ist: Die CDU hat ihre Vorlage inzwischen wieder zurückgezogen. „Wir wollen sie noch einmal juristisch prüfen lassen“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Oliver Asmus. Bei der Prüfung gehe es um Fragen der Gleichbehandlung. Das Idee: Feuerwehrkräfte könnten zu 50 Prozent bevorzugt werden, komplett sei nicht möglich. Asmus kündigt in jedem Fall an: „Zur nächsten Sitzung werden wir die neue Vorlage einbringen.“ Das wäre im Oktober.
Bei den Linken ist man derweil überzeugt, dass es bei der Mitgliedergewinnung nicht nur um ein, zwei Maßnahmen gehen dürfe. Vielmehr brauche es etwas Handfestes wie ein Konzept. „An dem kann man sich dann orientieren“, so der Fraktionschef Alexander Horn. Das Konzept sollte verschiedene Punkte enthalten, zum Beispiel die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Einbeziehung von Unternehmen und Schulen. Horn könnte sich unter anderem einen regelmäßigen „Tag der offenen Tür“ vorstellen. „Da steckt sicher Arbeit drin, aber es lohnt sich auch.“
Bei der Werneuchener Feuerwehr, die aktuell rund 150 Mitglieder hat, trifft das Engagement der Politik grundsätzlich auf Wohlwollen, doch man macht sich auch eigene Gedanken. Laut Steffen Gerigk, dem stellvertretenden Stadtbrandmeister, müssten Schnellschüsse vermieden werden, wichtig sei Nachhaltigkeit.

Gerätewart könnte „eine Menge abnehmen“

Dass das Ehrenamt weiter gestärkt werden soll, findet er gut. Doch es dürfe am Ende nicht alles an der Feuerwehr hängen bleiben. Schon jetzt gebe es zum Beispiel eine Branderziehung an der Kita, um perspektivisch neue Mitglieder zu gewinnen. Das werde alles freiwillig geleistet, genau wie die Brandbekämpfung und die Fahrten zu Lehrgängen.
Was nach Einschätzung der Werneuchener Wehrführung helfen würde, wäre ein hauptamtlicher Gerätewart. Einer, der die Geräte prüft, der bei Bedarf neue beschafft, sich um Einsatz-Fahrzeuge kümmert und, und, und. „Das würde schon eine Menge abnehmen“, so Gerigk. Vorbild sei das Amt Panketal. Hier gibt es sogar zwei Gerätewarte, einen für das Technische, den anderen für das Administrative.
Nach MOZ-Informationen ist das Thema Gerätewart auch schon in der Verwaltung angekommen. Es soll hier einige Gedankenspiele geben. Welche genau das sind, ist allerdings unklar.

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