"In Eichwerder gibt es genug Probleme, die gelöst werden müssen", sagte eine Anwohnerin, die seit fast 50 Jahren in dem Bernauer Stadtteil an der Gemarkungsgrenze zu Panketal wohnt. Dazu gehören der Straßenbau innerhalb der Siedlung und die Beleuchtung, die vor vielen Jahren auf der Seite ohne Gehweg installiert wurde. Ein großes Manko sei der Busverkehr. Eichwerder sei praktisch abgekoppelt, weder das Klinikum in Buch noch das in Bernau seien nach der Änderung der Linienführung vor etwa zwei Jahren gut zu erreichen. Vor der Wende habe es in Eichwerder ein Gemeindehaus gegeben, in dem man sich treffen konnte. Sie könne sich durchaus vorstellen, dass es in dem Stadtteil genügend Anwohner gibt, die ähnliche Probleme hätten und die auch daran interessiert seien, vielleicht einen Ortsbeirat wie in Waldfrieden zu bilden.
Bei der Landtagsabgeordnete Margitta Mächtig stoßen derartige Überlegungen auf offene Ohren, sofern die Anwohner den Ortsbeirat selbst wollen und sich selbst organisieren, wie sie sagt. Um die Chancen hierfür auszutesten, empfiehlt sie ein bewährtes Mittel: die Veranstaltung eines Straßenfestes.
Horst Werner, Axel Klatt und andere diskutierten mit Ralph Christoffers über das Verfassungsgerichtsurteil vom vergangenen Jahr. Er könne verstehen, dass vielen die Umsetzung des Urteils viel zu lange dauere. Mit Margitta Mächtig trete er gegenüber dem größeren Koalitionspartner seit Februar für eine Lösung unter finanzieller Mitbeteiligung des Landes ein. Eine rechtssichere Lösung könne jedoch nicht vor dem vierten Quartal, wenn das entsprechende Rechtsgutachten im Innenministerium vorliegt, realisiert werden.