Dass ein solches Projekt auch mit Rückenwind schwierig zu realiseren ist, entnahmen die acht Interessenten den Ausführungen von Andreas Fennert. Als Verantwortlicher für die Regionalplanung in Barnim-Uckermark legt er mit Gemeinden geeignete Gebiete für Windkraftanlagen fest. Im Niederbarnim kommen als Standorte Flurstücke unter anderem um Bernau, Biesenthal, Blumberg, Wandlitz und Werneuchen in Frage. Mit dem laufenden Planfeststellungsverfahren werden jedoch weitere Flächen hinzukommen, so Fennert. Für die Initiatoren ist es der erste Planungsschritt, ein geeignetes Grundstück zu finden, ehe anschließend das Genehmigungsverfahren beginnen kann. Dann wird das Vorhaben aus dem Blickwinkel der Geräuschentwicklung und des Naturschutzes überprüft.
Die größte Hürde für das Bürgerwindrad ist jedoch die Finanzierung. Der Geschäftsführer von umweltplan projekt, Frank Vach ,beziffert die Investitionssumme zwischen einer und dreieinhalb Millionen Euro, je nach Größe der Windkraftanlage. 20 Prozent müssen die Teilhaber selbst stemmen. Der Rest kann als Kredit aufgenommen werden. Dann dreht sich das Windrad die nächsten Jahre für die Bank, ehe es Gewinne abwirft.
Die Initiatoren favorisieren für ihr Projekt eine Genossenschaft, in der Bürger auch mit Beiträgen zwischen 500 und 1000 Euro einsteigen können. Positive Erfahrungen konnten die Grünen mit diesem Modell bei der gemeinsamen Solaranlage sammeln. Und diese hat in zwei Jahren schon mehr als 17000 Euro erwirtschaftet.
Nach Angaben der Regionalen Planungsstelle Uckermark-Barnim soll der Entwurf des Sachlichen Teilplans „Windnutzung, Rohstoffsicherung und -gewinnung“ im Herbst vorliegen. Er ist dann in den Verwaltungen der Städte und Gemeinden für zwei Monate einsehbar, aber auch im Internet zu finden. Mit der Rechtskraft des Plans wird nicht vor Ende 2012 gerechnet. Im Barnim wurden bisher 
110 Windkraftanlagen errichtet.