Zuvor führte der Direktor des Museums, Roland Weise, durch das Haus und gab den zahlreichen Besuchern, zu denen auch Dvora Ben David, Kulturattaché der israelischen Botschaft, gehörte, eine Einführung.
Weise berichtete über die erste Artistengewerkschaft "Internationale Artistenloge", die von Max Berol-Konorah gegründet wurde und die Artisten erstmals die Möglichkeit gab, sich zu organisieren - und für schwere Zeiten abzusichern. Auch von den ersten Staatszirkussen in der ehemaligen Sowjetunion wusste Weise zu berichten. "Die hatten alle deutsche Direktoren", erzählte er.
Für Erstaunen sorgte das Schicksal von Billy Jenkins, einem der bekanntesten Kunstschützen der Geschichte. Jenkins, in Magdeburg geboren, war während der NS-Zeit zunächst sehr erfolgreich, bis herauskam, dass er jüdischer Abstammung war. Hitlers Stellvertreter Hermann Göring ("Wer Jude ist, bestimme ich") sorgte dafür, dass der beliebte Künstler weiter auftreten konnte.
Andere Geschichten jüdischer Künstler, ihrer Erfindungen in der Zauberkunst oder ihrer innovativen Idee in der Zirkuswelt sind in der Ausstellung ebenfalls zu sehen.
Am Rande der Ausstellungseröffnung bekam Barnims Landrat Bodo Ihrke die "Ehrenmedaille der Artistik" für seine besonderen Verdienste um das Museum in Klosterfelde.