Nachdem erste WAV-Bescheide in Rüdnitz eingetroffen waren, seien etliche Vereinsmitglieder auf ihn zu gekommen, schilderte Becker. Sie wollten wissen, wie sie mit den zum Teil horrenden Forderungen umzugehen hätten. Der Verein hatte daraufhin kurzfristig zusammen mit der Bürgerinitiative WAV zu einer Versammlung im "Fröhlichen Gustav" eingeladen. Mehr als 200 Rüdnitzer waren gekommen, um sich zu informieren, wie man sich gegen die Bescheide des WAV wehren kann. Dabei wurden auch die Unterschriften gesammelt, um einen Einwohnerantrag stellen zu können, informierte Becker.
Die Rüdnitzer Bürgermeisterin Christina Straube hat die Listen entgegengenommen und erklärt, dass sie den Antrag zunächst prüfen wird. Sie ließ keinen Zweifel daran, dass sich die Gemeindevertretung dazu positionieren wird. Eine Einwohnerversammlung, wie bereits in einer früheren Gemeindevertretersitzung von Burghardt Pacholke angeregt, habe sie jedoch nicht für notwendig erachtet, da sich bis dahin ihr gegenüber nur drei Anwohner zu dieser Thematik geäußert hätten.
Mit Blick auf den Einwohnerantrag und die vergleichbaren Bestrebungen von Melchow, sich für eine Umstellung auf ein reines Gebührensystem einzusetzen, hielt die Bürgermeisterin jedoch entgegen, dass Melchow, Rüdnitz und Biesenthal gemeinsam nicht genug Stimmen haben, um sich gegenüber der Stadt Bernau durchzusetzen.