Dass verschiedene Energieversorger Preissenkungen für Gas und Strom angekündigt haben, wurde in der Bernauer Stadtverwaltung positiv aufgenommen. „Die sinkenden Preise entspannen die Marktlage“, sagt Clemens Pfütz, der in der Stadt für die Finanzen zuständig ist.
Das sind endlich mal gute Nachrichten für Kunden aus dem Barnim: Die EWE, die in weiten Teilen des Landkreises Barnim Grundversorger für Gas ist, kündigte am Freitagmorgen an, die Preise um 15 Prozent zu senken. Wie die Stadtwerke Bernau reagieren, die Grundversorger im Stadtgebiet sind, ist noch offen.

Kunden zahlen rund 50 Euro weniger im Monat

In den Gebieten, in denen die EWE Grundversorger ist, sinken die Preise pro Kilowattstunde von aktuell brutto 17,47 Cent auf 14,71 Cent, teilte die EWE mit. Das entspricht einer Senkung beim Arbeitspreis von 15 Prozent. Der jährliche Grundpreis bleibt unverändert bei brutto 182,28 Euro.
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Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet das eine Kosteneinsparung von 46 Euro im Monat. Aufgrund der staatlichen Preisbremse werden Kunden nach ihrem individuellen Verbrauch zusätzlich unterschiedlich hoch entlastet. Durch die Preissenkung reduziert EWE zudem die Belastungen, die der Staat für die Preisbremsen aufwenden muss.

Beruhigung des Marktes und milder Winter sind die Gründe

Gründe für die fallenden Preise sind die Beruhigung der Märkte, der milde Winter und weniger Stromexporte, erklärt EWE.
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Bernau
Experten rechnen damit, dass die Stadtwerke nachziehen werden. Erste Stadtwerke haben das bereits angekündigt. So zum Beispiel die Stadtwerke Halle, die erklärten, ihre Strom- und Gaspreise ab April zu senken. Von den Stadtwerken Bernau war dazu am Freitag auf Anfrage keine Stellungnahme zu erhalten.
„Für die Stadt Bernau als Träger von Schulen und Kitas, die viel Energie verbrauchen, sind das auf jeden Fall gute Nachrichten“, sagte Bernaus Finanzdezernent Clemens Pfütz. „Diese Entwicklung hat sich bereits abgezeichnet. Es geht in eine gute Richtung“, so der Kämmerer.