Gemeinsam mit der Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant will der Prendener Ortsvorsteher Hans-Joachim Auge (SPD) in Biesenthal nochmals für eine Abkehr von den Windkraftplänen nahe der A 11 werben. Im Februar werde es einen Termin mit dem Biesenthaler Amtsdirektor André Nedlin geben, den die beiden Wandlitzer mit großen Hoffnungen verbinden. „Wir hoffen auf Einsichten“, bestätigt Auge am Mittwoch in einem MOZ-Gespräch.
Auge will beispielsweise moralische  und umweltschützende Bedenken geltend machen. „Biesenthal als Naturparkgemeinde plant, den Wald abholzen zu lassen, um Windräder aufzustellen. Das will mir einfach nicht in den Sinn, zumal die Windspargel dann direkt vor unserer Nase entstehen werden“, so Auge. Die Krone setze dem Ganzen der Umstand auf, dass ausgerechnet die Barnimer Kreiswerke das Vorhaben im Biesenthaler Auftrag umsetzen werden. „Die Kreiswerke sind eine kommunale Gesellschaft und dort wird gegen eine Kommune gearbeitet, das ist unglaublich“, ärgert sich Auge. Uneins ist der Prendener Ortsvorsteher auch mit seiner SPD, die landesweit den Bau von Windkraftanlagen im Wald als allgemeinverträglich erachtet.
Zur Kollision mit Prenden wäre es laut Auge nicht im jetzt befürchteten Maß gekommen, wenn Biesenthal sich mit einem privaten Landeigentümer geeinigt hätte, der ebenfalls eine Fläche im Windeignungsgebiet besitzt. Dann wären die Windkraftanlagen östlich der A 11 geblieben. „Der Privatmann sollte aber nicht zum Zuge kommen, sonst hätte Biesenthal weniger Anlagen errichten können“, legt Auge nach. Zudem verweist er auf die befürchteten Konsequenzen für den Golfplatz. Er sei sich sicher, die Golfer würden durch die Windspargel in ihrem Sport beeinträchtigt. „Wenn es seitens Biesenthal kein Einlenken gibt, kann uns nur noch eine bedrohte Art wie der Schwarzstorch oder ein Fischadler retten“, merkt der Ortsvorsteher an.