Laufen und dabei Gutes tun – das musste doch irgendwie zusammenpassen. Davon war Daniela Barke schon lange überzeugt. Und es gelang. Die Idee lieferte eine Aktion im Nachbarkreis Oberhavel. Dort kamen innerhalb von 92 Tagen fast 150.000 gelaufene Kilometer zusammen, 8.500 Euro konnten an das örtliche Hospiz übergeben werden.
„So etwas wollte ich auch auf lokaler Ebene auf die Beine stellen“, berichtet Daniela Barke. Mit dem Verein „Kinderlächeln“ war auch schnell ein Empfänger für das Geld gefunden. Dieser finanziert sich aus Spendengeldern und erfüllt die Herzenswünsche von kranken Kindern.
Die Bernauerin erzählte ihren Freundinnen Anita Orlowsky und Tanja Krüger von der Idee. Sie waren ebenfalls begeistert, gemeinsam ging es an die Realisierung. „Unser Ziel war es, innerhalb eines Monats 5.000 Kilometer zusammen zu bekommen“, so Daniela Barke. Auf der Facebook-Seite „Laufen für ein Kinderlächeln“ wurden die Zwischenstände gepostet. Immer mehr Menschen schrieben das Trio an und freuten sich über die Aktion. Groß war schließlich die Überraschung, als am 4. August bereits das ehrgeizige Ziel erreicht war. Rund 380 Läufer hatten mitgemacht.
Doch das sollte es noch nicht gewesen sein, das Ergebnis spornte Daniela Barke, Anita Orlowsky und Tanja Krüger erst so richtig an. Eine neue Hürde wurde gesetzt: Bis zum 31. August sollte einmal um die Erde gelaufen werden. Das sind immerhin stolze 40.178 Kilometer. Diese wurden übrigens genau gezählt. Wer bei der Aktion mitmachen wollte, musste sich über eine kostenlose App registrieren und in die Gruppe einladen lassen. Dann war nur noch die Lauf-Uhr mit der App zu verbinden und schon konnten die zurückgelegten Kilometer hochgeladen werden. Der Zwischenstand der Gruppe war ebenfalls verfolgbar.
Die Abschlussveranstaltung fand mit rund 40 Läufern in der Schönower Heide statt. Die Hobbysportler und auch Sponsoren hatten fleißig gespendet – 5.289,17 Euro waren zusammengekommen. 70 Euro steuerte allein die Klasse 5a der Grundschule an der Hasenheide bei.
Das Geld wurde inzwischen an den Förderverein für krebskranke Kinder Berlin-Buch übergeben. Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der Läufer soll unter anderem eine Abschlussfahrt im Dezember nach Warnemünde organisiert werden.
Die Initiative „Kinderlächeln“ war von den beiden Busfahrern Robert Koch und Detlef Miel ins Leben gerufen worden. Sie hatten erleben müssen, wie es einem Kollegen als Vater eines krebskranken Kindes im Alltag erging. Schließlich erfuhren Koch und Miel von zwei Frauen, die regelmäßig die kinderonkologische Station eines Berliner Krankenhauses besuchten. Dieses Engagement bestärkte sie darin, aktiver zu werden und weitere Helfer zu finden. Im Dezember 2006 konnten dann erstmals weihnachtliche Veranstaltungen für krebskranke Mädchen und Jungen organisiert werden. Es folgten Bastelnachmittage, Ausflüge und Mehrtagesfahrten.