Nach aufwendiger Sanierung wird das älteste Gebäude der Stadt Bernau – das Kantorhaus – der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Am 12. September, dem Tag des offenen Denkmals, die Türen für Besucher geöffnet. „Das ist eine gute Gelegenheit, sich das 438 Jahre alte Fachwerkhaus in neuer alter Schönheit auch einmal von innen anzusehen“, so Bürgermeister André Stahl dazu.

Bernau hat 718.000 Euro in die Sanierung investiert

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung durch das Stadtoberhaupt wird über die Geschichte und die Sanierung des Kantorhauses informiert. In diese hat die Stadt immerhin etwa 718.000 Euro investiert, 271.000 Euro davon sind Städtebaufördermittel aus dem Programm „Aktive Stadtzentren“, teilt die Stadtverwaltung mit. Geöffnet ist das historische Gebäude in der Tuchmacherstraße am Tag des offenen Denkmals von 10 bis 17 Uhr.
Im Erdgeschoss des Kantorhauses können die Besucher dann die Ausstellungen „Sichtbares Erbe = Geteiltes Erbe. Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ und „Claus-Lutz Gaedicke (1943–2012). Vom Umgang mit dem Erbe“ besichtigen. Beide Ausstellungen sind aufeinander bezogen. Während die Wanderausstellung „Sichtbares Erbe = Geteiltes Erbe“ die Praxis und Vision des Vereins Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg dokumentiert, thematisiert die zweite Ausstellung den Nachlass des Bildhauers Claus-Lutz Gaedicke, der von 1986 bis 2012 in Röntgental lebte und arbeitete.

Neue Skulptur am Kantorhaus

Bei dieser Gelegenheit können die Besucher auch einen Blick auf die Bronzeplastik „Stehender Akt II“ von Wieland Förster werfen. Nachdem diese lange Zeit im historischen Bernauer Rathaus stand, ziert sie nun das Kantorhaus. „Sie scheint am richtigen Ort angekommen zu sein“, sagt Franziska Radom vom Kulturamt der Stadt. „Damit erhält nicht nur das Werk eines national wie international hochgeschätzten Bildhauers einen würdevollen Raum, sie ist auch – wie sich beobachten lässt – bereits in kürzester Zeit zu einem beliebten Fotomotiv geworden.“