"Unsere Ziele sind noch nicht erreicht, deshalb stehen wir wieder hier", sagte Dora Duhn von der Bürgerinitiative WAV. Das Motto laute: 100 Prozent Gebühren, auch für Abwasser. Unterstützt wurde sie von Andreas Neue, ebenfalls von der Bürgerinitiative WAV. Er sprach von ökologischer und sozialer Verantwortung und dass den Kindern und Enkeln eine gerechte Welt hinterlassen werden müsse.
Über den Stand der Klage gegen die Nichtzulassung des Bürgerentscheids in Bernau über das Finanzierungsmodell bei Wasser und Abwasser informierte Peter Vida, Bernauer Stadtverordneter und Landtagsabgeordneter der Fraktion BVB/Freie Wähler. Kritisch vermerkte er, dass im Februar 2015 die Klage eingereicht worden sei, aber erst Monate später die Erwiderung der Klage durch die Stadt Bernau erfolgt sei. Im Bestreben, die Bürger zu unterstützen, kündigte er an, dass seine Fraktion im Landtag noch im September einen Änderungsantrag zum Kommunalabgabengesetz einbringen wolle. Zu dessen Zielen gehöre unter anderem die Abschaffung der Altanschließerbeiträge. Er informierte auch darüber, dass der hiesige Kampf für eine neue Wasserpolitik Schule mache, etwa im Bereich Bad Freienwalde und Wriezen. Dort werde an einem fraktionsübergreifenden Antrag gearbeitet.
Darüber hinaus kündigte Peter Ohm vom Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) an, dass der Verband die Prozessgemeinschaft Trinkwasser unterstützen werde bis der letzte Euro zurückgezahlt sei. Angesichts des Versendens weiterer Beitragsbescheide für Abwasser sagte er, dass noch die Möglichkeit bestehe, sich der Prozessgemeinschaft Abwasser anzuschließen.