Es ist eigentlich eine gute Nachricht, die Panketals Gemeindebrandmeister Thomas Bielicke in seinem Bericht in der Jahreshauptversmamlung übermitteln konnte: Die Kameraden in der Feuerwehr sind kaum von der Arbeitslosigkeit betroffen. Das bedeute auf der anderen Seite aber auch, dass viele Kameraden, die weit entfernt jn Berlin oder andernorts arbeiteten, im Ernstfall weite Wege zum Einsatzort zurücklegen müssen. Hinzu komme, dass einige Kameraden bereits eine Wohnung beispielsweise in Berlin-Buch gemietet hätten, weil Mietwohnraum in Panketal ziemlich knapp sei. Aber auch angesichts dieser Entwicklung müsse die Tagesbereitschaft gewährleistet bleiben, so Thomas Bielicke.
Mit 63 Kameraden und 17 Kameradinnen im aktiven Dienst weist die Panketaler Feuerwehr viele engagierte ehrenamtliche Einsatzkräfte auf. Acht von ihnen absolvierten Lehrgänge in der Gemeinde, 25 auf Kreis- und neun auf Landesebene. Erstmals nahmen elf Kameraden an der Ausbildung im Brandcontainer in Grünheide teil. Schließlich erwarben zwei mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde den Lkw-Führerschein und 15 absolvierten ein ADAC-Fahrsicherheitstraining in Lehnitz.
Dass es nicht viele Mietwohnungen in Panketal gibt, räumte Bürgermeister Rainer Fornell (SPD) ein. Doch immerhin, von den zehn gerade entstehenden kommunalen Wohnungen am Genfer Platz seien zwei an Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr vergeben worden. Im Mai können sie bezogen werden. Auch bei Einstellungen der Gemeinde spiele die Mitgliedschaft in der Feuerwehr eine Rolle.
Jens Krüger, stellvertretender Kreisbrandmeister, empfahl, die Tagesbereitschaft auch durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes oder des Bauhofes abzusichern. Ahrensfelde erprobe diese Möglichkeit bereits. Darüber hinaus ermunterte Krüger die Panketaler, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und weitere Mitglieder zu werben.
Im vergangenen Jahr wurde die Panketaler Feuerwehr zu 113 Einsätzen gerufen, davon waren 23 Brände. Somit musste fast jeden dritten Tag zu einem Einsatz ausgerückt werden. Zu den sehr zeitaufwändigen Hilfeleistungen gehörten die Einsätze bei den starken Regenfällen im vergangenen Jahr. Insgesamt kamen mehr als 1500 Einsatzstunden im Jahr zusammen, ein Engagement, das ohne Akzeptanz in den Familien nicht zu leisten wäre.
Darüber hinaus hat die Feuerwehr viele Veranstaltungen organisiert und begleitet, angefangen von der Weihnachtsparade über die Walpurgisnacht und das Speicherfest in Hobrechtsfelde bis hin zu Sportturnieren und Jugendlagern. In der Jugendfeuerwehr sind 38 Kinder und Jugendliche Mitglied. Ebenso stark ist die Alters- und Ehrenabteilung.