"Passt auf euch auf", mahnte Rainer Sachse als stellvertretender Kreisbrandmeister angesichts der Gefahrensituationen, denen sich die Feuerwehr immer wieder gegenübersieht. Der jüngste Sturm wird nicht der letzte gewesen sein. Sachse kritisierte jedoch, "dass manchmal die Toleranz der anderen uns gegenüber fehlt - und dies selbst bei akuten Einsätzen -, obwohl wir freiwillig eine hoheitliche Aufgabe übernehmen."
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Die Bernauer Feuerwehr sei "für viele Menschen ein Vorbild", hielt Vize-Bürgermeisterin Michaela Waigand fest. Sie erinnerte insbesondere an den Großeinsatz beim Brand des Heizhauses in Friedenstal. Sie sei gern als Dezernentin für den Brandschutz tätig. Erfreulich sei, dass die Zahl der Mitglieder steige.
Auch an dem jüngsten 24-Stundenlauf in Bernau hatten sich die Feuerwehrmänner und -frauen wieder beteiligt. Schon traditionsgemäß wird ein Betrag für einen guten Zweck erlaufen. In diesem Jahr kamen 852,18 Euro zusammen, die den Familien der beiden Feuerwehrmänner der Lehniner Ortsfeuerwehr zugute kommen, die im September bei einem Rettungseinsatz auf der Autobahn A2 auf tragische Weise ihr Leben verloren haben.
Die Freiwillige Feuerwehr Bernau mit den Löschzügen Stadt, Schönow und Ladeburg sowie den Löschgruppen Birkholz und Lobetal zählt derzeit insgesamt 342 Mitglieder (Stand 7. Oktober 2017). Davon sind 68 Frauen. Insgesamt sind 178 Mitglieder aktiv. Die Jugendfeuerwehr zählt 85 sowie die Alters- und Ehrenabteilung 53 Mitglieder. Als sonstige fördernde Mitglieder sind 26 registriert.
Schon jetzt liegt die Zahl der Einsätze aufgrund der Unwetter deutlich höher als im Vorjahr. Sind es 2017 bislang 403 Einsätze, so waren es zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr 324. Dabei gab es vor Jahresfrist mehr Brände als jetzt.
Auszeichnungsveranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Bernau / Spende für Familien der getöteten Kameraden auf der A2