In einem Gefahrenabwehrbedarfsplan behandeln die Gemeindevertreter derzeit, wie auch künftig die Einsatzfähigkeit ihrer freiwilligen Feuerwehr zu sichern ist und welche Möglichkeiten es gibt, den Nachwuchs zu halten. Da gibt es nämlich Reserven. Wie Kämmerer Jens Hünger im Finanzausschuss am Mittwoch betonte, ist die Fluktuation hoch. Es fehlt an Arbeitsplätzen und Mietwohnungen für junge Leute im Ort. Deshalb schlug unter anderem Uwe Voß (SPD) vor, mehr mit Arbeitgebern zu kooperieren, die Einsatzkräfte freistellen und diese entsprechend zu unterstützen. Neueinstellungen in der Verwaltung oder im Bauhof, so riet ein Gemeindevertreter, könnten an das ehrenamtliche Engagement geknüpft werden. Das sei nicht möglich, sagte Hünger. Man könne ehrenamtliche Aktivität nicht erzwingen.
Um die Feuerwehren in Zepernick und Schwanebeck aber arbeitsfähig zu halten, sollen in den kommenden Jahren weitere Investitionen erfolgen, zum Beispiel in einen Pumpenanhänger und einen Gerätewagen Logistik sowie bis 2021 in ein neues Tanklöschfahrzeug. Da die Trinkwasserleitungen in vielen Gebieten veraltet seien, so Hünger, sei zur Überbrückung von Wegen zur Löschwasserversorgung die Pumpe samt längerer Schläuche nötig. Von einer Kooperation mit dem Eigenbetrieb könne man ausgehen, das klappe reibungslos. "Aber die Gefahrenabwehr und Löschwasserversorgung ist Gemeindeaufgabe", machte der Kämmerer klar.
Auch ein zweiter hauptamtlicher Gerätewart sei nötig. Der Nachwuchs soll mit Finanzhilfen für Lkw-Führerscheine und bei der Suche nach Wohnraum unterstützt werden. Ziel ist, so heißt es, innerhalb von zehn Minuten Brände zu löschen und in 13 Minuten Personen aus Notlagen retten zu können. Es besteht akuter Handlungsbedarf, heißt es in der Beschlussvorlage.