Gute Nachrichten für die Stadt Bernau bei Berlin hatte zuletzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Simona Koß: „Der Bund bewilligt erste Maßnahmen aus dem Förderprogramm ‚Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren’, das mit insgesamt 250 Millionen Euro ausgestattet ist und wir sind dabei.“ Koß war im September im Wahlkreis 59 in den Bundestag gewählt worden.
Das von ihr angesprochene Programm soll den Innenstädten den Neustart aus der Corona-Pandemie erleichtern. Der Bund will die Gemeinden dabei unterstützen, lebendige und attraktive Ortskerne und Stadtzentren zu entwickeln oder zu erhalten. „Mit der Zusage des Bundes für Bernau erhalten wir die Möglichkeit, den Einzelhandel zu stärken, die Vielfalt der Innenstadt zu verbessern und damit unser Zentrum für Verbraucherinnen und Verbraucher attraktiv zu gestalten“, freut sich Simona Koß. „Das Programm soll auch dabei helfen, die Aufenthaltsqualität der Innenstadt zu verbessern und die Menschen zum Verweilen einzuladen.“

Rund 450.000 Euro Fördermittel für Bernau

Die Kommunen waren im Sommer aufgerufen, Projektvorschläge für innovative Konzepte und Handlungsstrategien einzureichen. „Umso mehr freut es mich, dass die Stadt Bernau dem Aufruf gefolgt ist und nun mit einer Fördersumme 453.668 Euro Berücksichtigung findet“, berichtet die SPD-Politikerin. Für Bernau soll nun ein Strategieentwicklungskonzept erarbeitet werden. Dieses beinhaltet dann unter anderem ein neues Gestaltungskonzept zum multifunktionalen Marktplatz und ein Strategiekonzept für die Belange des Einzelhandels.
Die Auszahlung der Fördermittel geht laut Simona Koß auch auf den künftigen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zurück. Dieser habe nicht zuletzt aufgrund der Corona-Folgen noch als Finanzminister entschieden, dass das Geld des Bundes bereits in diesem Jahr zur Verfügung stehen soll. „Die SPD-Bundestagsfraktion, die Handelsverbände und die Kommunen hatten diese zusätzliche Hilfen gefordert“, weiß Koß.

Corona beschleunige Strukturwandel in Innenstädten

Ihrer Meinung nach, hätten Innenstädte haben eine große Bedeutung für Menschen. „Das ist durch die Folgen der Corona-Pandemie noch deutlicher geworden“, sagt sie. Innenstädte würden demnach schon länger einem Strukturwandel unterliegen, der durch die Corona-Pandemie beschleunigt wurde. „Filialisierung und Digitalisierung, der Onlinehandel und die Verdrängung sozialer Einrichtungen und von Wohnungen machen den Zentren zu schaffen“, so die Bundestagsabgeordnete.
Wenn es nach Simona Koß geht, sollten sich die Innenstädte vieler Kommunen noch erheblich entwickeln. „Wir haben die Vision eines Stadtzentrums, in dem Bürgerinnen und Bürger nicht nur essen und trinken oder einkaufen gehen, sondern auch wohnen und arbeiten können“, umreißt sie die Pläne der SPD. Innenstädte sollten Orte der Begegnung sein, der Bewegung und Kommunikation. „Innenstädte müssen sich an die Klimaveränderung anpassen und durch soziale Einrichtungen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen ansprechen“, so Koß weiter. „Das ist eine große Aufgabe, bei der der Bund den Kommunen unter die Arme greifen und sie gleichzeitig selbst entscheiden lassen will, wie sie dieser Vision näherkommen wollen.“