Doch dann gerät die Staatssekretärin leicht ins Stocken. Die ersten Planungen für den Radweg datieren aus dem Jahre 2005. "14 Jahre – das ist wirklich eine echt lange Zeit", stellt Ines Jesse fest. "Die kann man vor Ort kaum erklären", ist sie sich bewusst. Artig bedankt sich bei den Biesenthalern für deren Geduld. Immerhin aber habe der Bau des letzten Abschnitts nur sechs Monate gedauert, bemerkt sie noch.
Es ist Bürgermeister Carsten Bruch (CDU), der daran erinnert, dass es die Bürger der Stadt waren, die "über viele Jahre" für diesen Radweg demonstriert und gekämpft haben. Die Bedingungen für die rund 120 Bewohner Wullwinkels, darunter 13 Schulkinder, haben sich nun endlich verbessert, freut er sich.
Lokale Agenda 21 mahnt
Klartext spricht Thomas Janoschka vom Bürgerforum Lokale Agenda 21 Biesenthal. In einer Pressemitteilung erinnert auch er an die leidvolle Entstehungsgeschichte des Radweges. "Immer wieder wurde von den insgesamt vier Verkehrsministern eine baldige Vollendung des Radweges versprochen, doch blieben Politik und Verwaltung über lange Zeit untätig", kritisiert er. Für den Bürgerbewegten sind es die zahlreichen Fahrraddemonstrationen, "die nun endlich zum Erfolg führten".
Die Lokale Agenda 21 nutzt diesen Tag, um zu mahnen. Für einen wirksamen Klimaschutz sei eine sofortige Verkehrswende unabdingbar. Mehr Menschen müssten ermutigt werden, auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad umzusteigen. "Ein entscheidender Baustein dafür sind weitere sichere Radwege in Biesenthal und von Biesenthal in die umliegenden Orte: über Melchow nach Eberswalde, nach Lanke, nach Grüntal, nach Finow, nach Prenden und nach Marienwerder", fordert das Bürgerforum.