Mit der Aufstellung eines Krötenzauns in Biesenthal sind die drei Schutzanlagen, die der Barnimer Naturschutzbund betreut, jetzt komplett. Am Wehrmühlenweg in Biesenthal ist jetzt die dritte Anlage aufgestellt worden.
Mit rund 300 Metern steht der längste Zaun an der Börnicker Chaussee in Bernau. Die beiden Einrichtungen an der Fahrradstraße in Ladeburg sowie in Biesenthal schützen die Amphibien auf einer Länge von jeweils 200 Metern.
Mit den nunmehr langsam ansteigenden Temperaturen würden auch Wanderungen der Amphibien beginnen, sagte Andreas Krone vom Naturschutzbund Barnim. Die ersten Tiere seien schon unterwegs. Der Aufbau und die Betreuung der Krötenzäune funktioniere erfreulich gut, so Krone. Jedes Jahr würden neue Helfer hinzukommen. In Biesenthal beteiligen sich außerdem die Schulen und die Kitas am Einsammeln der eingefangenen Kröten.
Die Krötenzäune schützen die Amphibien auf ihren Frühjahrswanderungen zu den Laichgebieten. Im Herbst kehren sie wieder in ihre Winterquartiere zurück. Auf ihrem Weg müssen sie oft Straßen überqueren. Frösche, Kröten und Molche sind früh am Morgen unterwegs. Durch die Schutzzäune werden sie in Eimer geleitet, fallen in diesehinein und werden dann von den Helfern über die Straße getragen. Der Naturschutzbund hat an der Börnicker Chaussee insgesamt zehn Amphibienarten nachgewiesen. Seit 1994 stehen dort Krötenzäune.
Interessenten, die bei der Betreuung der Krötenzäune mithelfen wollen, können sich unter der Telefonnummer0152 27400892 melden. (fos)