Das hat dann doch ein wenig für Verwunderung gesorgt. Der FSV Bernau legte beim Sportgericht des Fußball-Landesverbandes Brandenburg am Dienstag Einspruch gegen die Wertung des Brandenburgliga-Derbys gegen Einheit Bernau ein. Der Grund: Einheit habe in der Partie am vergangenen Sonnabend einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt. Denn mit der Rückennummer 20 stand für den Gastgeber vom Wasserturm ein Spieler auf dem Platz, der auf der offiziellen Mannschaftsaufstellung nicht vermerkt war.
Des Rätsels Lösung war am Ende simpel. Einheits Abwehrspieler  Paul Peschke hatte lediglich ein falsches Trikot angezogen. Peschke spielt bereits seit dem vergangenen Jahr für Einheit und war auch zum Zeitpunkt des Derbys spielberechtigt.
Der Einspruch des FSV Bernau sei beim Sportgericht eingegangen, bestätigt dessen Vorsitzender Olaf Luzi. Er sei jedoch nach knapp einer Stunde wieder zurück gezogen worden.

„Das wäre ja Betrug.“

Einheits Vorsitzender Olaf Skotnik zeigte sich verwundert nach dem Vorfall. „Es ist doch ein Unterschied, ob ich mich vielleicht darüber beschwere, dass ein Spieler ein falsches Trikot angezogen hat, oder ob ich dem Verein vorwerfe, einen Spieler eingesetzt zu haben, der nicht spielberechtigt ist. Das wäre ja Betrug. Bevor ich solche schweren Vorwürfe erhebe, informiere ich mich doch mal vorher“, so Olaf Skotnik. Ein Anruf bei den Verantwortlichen von Einheit hätte gereicht, um die Vorwürfe aus der Welt zu räumen.
Der Vorstand des FSV Bernau wollte sich zu dem Vorfall auf Nachfrage nicht äußern.
Das prestigeträchtige Duell der Stadt-Rivalen hatte am vergangenen Sonnabend die TSG Einheit Bernau mit 3:0 für sich entschieden.