„Wir stehen mit allen Teams ganz gut da, das stimmt. Aber es könnte besser sein. Rein positiv würde ich das nicht sehen.“ Maik Pruschke bleibt in seiner Rolle als Abteilungsleiter Fußball bei Grün-Weiss Ahrensfelde stets kritisch. Das Landesliga-Team derzeit mit zehn Punkten in fünf Spielen auf Rang fünf in der Tabelle. Sechs Punkte hinter Stahl Brandenburg mit zwei Spielen weniger liest sich eigentlich entspannt. Für Pruschke hätte es aber besser aussehen können. „Wir haben schon Punkte liegen lassen, das ist schade. Zudem lässt uns das Verletzungspech nicht los. Das wurmt mich schon ein bißchen. Der Aufstieg ist jetzt erst mal kein Thema. Dazu müssen wir erst kontinuierlicher spielen.“

Alle Ahrensfelde-Teams stehen vor Topspielen

An diesem Wochenende steht für die Landesliga-Truppe ein typisches Sechs-Punkte-Spiel an, wenn am Samstag der Tabellenzweite und heiße Aufstiegskandidat FC Schwedt zu Gast sein wird. „Das wird ein richtiger Härtetest. Schwedt ist gut in Form und wir müssen schauen, wie wir das letzte Wochenende wegstecken. Eigentlich sollte uns das ja Auftrieb geben.“
Nach großem Kampf verlor das Team im Landespokal gegen den Oberligisten Ludwigsfelder FC mit 0:1 durch ein Tor in der Nachspielzeit. „Das Spiel hat gezeigt, was wir eigentlich können. Niemand rechnet damit, gegen so einen höherklassigen Gegner so gut auszusehen.“ Sollte Ahrensfelde die Leistung wiederholen können, ist auch Schwedt zu schlagen.

„Vom Aufstieg reden wir momentan nicht“

„Bei unserer Zweiten war auch ein wenig der Wurm drin“, sagt Pruschke ganz unverblümt. „Der Aufstieg ist zwar nicht das primäre Ziel, aber oben wollen wir in der Liga schon mitspielen.“ Aktuell belegt die Reserve in der Kreisoberliga den dritten Rang mit 13 Punkten, fünf Punkte hinter Rot-Weiß Schönow.
Mit der 1:2-Niederlage gegen TuS Sachsenhausen II vor zwei Wochen und dem Kreispokal-Aus vergangenes Wochenende gegen Eintracht Bötzow musste das Team von Trainer Daniel Lüß zwei schwere Schlappen in Folge hinnehmen. Auch das kommende Spiel gegen den Tabellenzweiten Blau-Weiß Leegebruch verspricht vom Papier her ein Knaller zu werden, beide Teams liegen gleich auf. Wer verliert, wird wahrscheinlich auch zunächst den Anschluss an die Spitzenposition verlieren. „Vom Aufstieg selbst reden wir momentan nicht, dazu ist Schönow zu stark“, gibt Pruschke unumwunden zu. „Aber der Platz dahinter ist absolut drin.“

Spaßtruppe ohne Druck

Auch die die dritte Mannschaft macht in der ersten Kreisklasse eine gute Figur. „Es ist eigentlich unsere Spaßmannschaft. Wir haben da keine konkreten Ziele, das Spielen an sich steht im Vordergrund“, so Pruschke. Am Samstag muss das Team beim Aufstiegskandidaten OSV Eberswalde ran.
Der OSV schlug sich am letzten Wochenende achtbar im Kreispokal gegen den Kreisoberligisten Rot-Weiß Schönow, was selbst der Gegner anerkennen musste. „Wie gesagt, die Jungs sollen spielen. Eine Siegpflicht gibt es nicht. Und sie schlagen sich ja auch achtbar. Da ist also kein Druck.“