Fade erste Hälfte
Angefangen hatte die Partie allerdings wenig ansehnlich. In Hälfte eins neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld. Der MSV war mit einer deutlich dezimierten Mannschaft angereist, es fehlten einige Stammspieler und das merkte man dem Team an. Die neu formierte Mannschaft der Bernauer haderte mit einigen Abstimmungsproblemen. Es war fad. Torraumszenen? Mangelware. Ein Schuss von Bernaus Richard Bergmann rasierte die Latte und auch Bernaus Neuzugang, der 18-jährige Lucas König, der in der vergangenen Saison noch für RW Schönow in der Kreisoberliga spielte, hatte eine gute Schuss-distanz, traf den Ball jedoch nicht richtig, so dass Neuruppins Schlussmann keine Schwierigkeiten hatte.
In der 38. Minute eroberte Neuruppins Tobias Voelkel den Ball, bediente Jacob Krüger, der quer legte auf Oleksandr Stepanyshyn, der zur Gästeführung traf.
Zurück auf die Viererkette
Nach der Pause richtete FSV-Neutrainer Tom Heidemeier sein Team offensiver aus, ließ Andy Madjouka vor der Abwehr spielen, doch die Dreierkette machte die Hausherren anfällig. Heidemeier reagierte und stellte wieder auf 4-4-2 um. Das Spiel nahm jetzt an Fahrt auf, gute Chancen gab es auf beiden Seiten. Eine nutzte Joker Omid Saberdest. Vier Minuten nach seiner Einwechslung erzielte er nach Vorarbeit von Lucas König den Ausgleich.
Lubega verliert die Nerven
Bernau war am Drücker, doch besagter Lemke-Gewaltschuss (70.) sorgte für den Endstand. Vor dem Schlusspfiff wurde es jedoch noch turbulent. Knapp zehn Minuten nach seiner Einwechslung fiel Bernaus Antrew Lubega nach einem Zweikampf mit dem Neuruppiner Jacob Krüger im Strafraum. Schiedsrichter Nico Dreschkowski ließ weiter spielen. Lubega verlor die Nerven, stand auf und schlug Krüger ins Gesicht. Der Linienrichter hatte die Szenme gesehen und nach Rücksprache mit Dreschkowski schickte dieser Lubega mit Rot vom Feld. Nur zwei Minuten später sah Neuruppins Yulian Vladimriov nach einer Tätlichkeit an Damir Coric Gelb-Rot. Nach einem Zusammenstoß musste der unermüdlich ackernde Philipp Pönisch mit Kopfwunde behandelt werden, konnte aber weiter spielen.
"Wir werden noch besser"
"Bei den vielen Ausfällen, die wir derzeit haben, bin ich mit dem Ausgang des Spiels sehr zufrieden", so MSV-Trainer Henry Bloch. FSV-Coach Tom Heidemeier war mit dem Spiel seiner Elf ebenfalls einverstanden. "Die haben das schon sehr gut gemacht. Es war ein glücklicher Sieg für Neuruppin. Wir werden noch besser werden."
Bernau: Danny Kempter - Tassilo Mahnke (75. Antrew Lubega), Damir Coric, Philipp Pönisch, Andy Madjouka (67. Philipp Schmid)  -  Milos Savkovic, Richard Bergmann, Lucas König, Marinko Becke - Alexander Schadow, Pascal Lange (58. Omid Saberdest)