Er hatte richtig gut zu tun. Dennis Tietz, Keeper des Brandenburgligisten Union Klosterfelde, war im Landespokalspiel gegen Energie Cottbus fast die ganze Zeit stark gefordert. Tietz machte seine Sache gegen den Regionalligisten gut, konnte die 0:5-Niederlage seiner Mannschaft aber dennoch nicht verhindern. Kein Beinbruch, findet er.
„Ich denke, wir haben uns gut verkauft. Das Ergebnis ist vielleicht zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen, aber wir können trotzdem zufrieden sein. Wir haben von vorne herein gesagt, dass wir das Spiel als gute Trainingseinheit ansehen wollen und das war es auch.“
Die Klosterfelder hatten ihr Heimrecht abgegeben, weil sie die Hygienemaßnahmen nicht hätten einhalten können. Schade für den Verein, der seinen Fans dieses ganz besondere Spiel natürlich gerne präsentiert hätte. So kamen aber die Klosterfelder Spieler dazu, im Stadion der Freundschaft zu spielen. „Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn noch mehr Fans dabei gewesen wären ohne Corona“, sagt Dennis Tietz. „Aber in so einem großen Stadion und vor so einer Kulisse zu spielen, das ist schon ein tolles Gefühl und man ist dann doch noch mal etwas aufgeregter als vor einem normalen Spiel.“

Neuer Energie-Trainer Dirk Lottner noch nicht dabei

Der neue Energie-Trainer, der einstige Köln-Profi Dirk Lottner, der dem Team am Montag offiziell vorgestellt werden wird, war am Samstag noch nicht vor Ort. Gegen Klosterfelde präsentierten sich die Cottbuser dominant, wenngleich der Brandenburgligist den FCE-Angriff mit einer funktionierenden Viererkette immer wieder ins Abseits stellte. Erst nach dem Führungstor durch Janik Mäder (33.) nahm das Spiel den erwarteten Verlauf. Felix Brügmann mit einem Dreierpack (39./53./84.) und Marcel Hoppe (73.) schossen den verdienten Sieg heraus.
Klosterfelde verpasste in der Schlussphase den Ehrentreffer, dennoch betonte Coach Norman Jechow: „Ich bin zufrieden mit der Mannschaft.“
Die Klosterfelder konzentrieren sich jetzt wieder auf die Brandenburg-Liga. „Wir nehmen aus dem Cottbus-Spiel schon auch einiges mit für die Liga“, ist Dennis Tietz überzeugt. „Dort haben wir einige Gegner, die auch so offensiv und präsent spielen wie Cottbus. Da konnten wir lernen, wie wir besser verschieben und verteidigen können.“ In der Liga sei man auf Rang zwölf noch im Soll, findet Tietz. „Gegen Altlüdersdorf hätten wir gewinnen können, aber ansonsten können wir bislang sehr zufrieden sein. Es war klar, dass es in den ersten vier Spieltagen schwer wird gegen gute Gegner.“

Jetzt wartet der 1. FC Frankfurt

Auch der kommende Spielpartner der Klosterfelder, der 1. FC Frankfurt, ist nicht gerade eine einfache Hausnummer. Zumal die Frankfurter im Pokal mit einem 5:0-Sieg gegen Lübben viel Selbstvertrauen getankt haben dürften. „Wir werden dafür im Training nochmal Gas geben und versuchen, das Bestmögliche gegen Frankfurt raus zu holen“, verspricht Union Schlussmann Dennis Tietz.
Union Klosterfelde: Tietz – Bosharat (77. Camara), Rutzen (85. Steiner), Kraat (63. Borchert), Marz (63. Butschkat) – Jechow, Klaka, Woiton, Yaman – Keita, Nowark (77. Bruhn)