Mit einem großen Kinderfest wurde am Sonnabend in Klosterfelde der 50. Geburtstag der Kita „Spatzennest“ begangen. Im Mittelpunkt standen erwartungsgemäß die Kinder, die nach Belieben spielen und toben konnten.
Mit dem Satz „50 Jahre und kein bisschen leise“ leitete die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant ihre kleine Rede zum Jubiläum ein. So lobte sie das „tüchtige und engagierte Team“, die freundliche Verbundenheit der Erzieher mit den Kindern und deren Eltern gleichermaßen. 106 Kitakinder besuchen die Einrichtung, zusätzlich auch 140 Hortkinder, wusste sie zu berichten. Außerdem gibt es zwei Integrationsgruppen mit Förderbedarf im „Spatzennest“ - besondere Herausforderungen also für die Erzieher. Seit März steht die neue Leiterin Heike Böttger der Einrichtung vor. Sie betonte in ihrer Rede „den Prozess des gegenseitigen Kennenlernens“ und bedankte sich bei ihrem Team und den Eltern, die immerhin innerhalb von zwei Monaten die Geburtstagsfeier organisiert hätten.
Kein Geburtstag ohne Geschenke, diese Regel gilt auch in Klosterfelde. So rief Leiterin Heike Böttger zahlreiche ehemaligen Erzieher nach vorn, die für ihre Arbeit mit Präsenten geehrt wurden. Auch zeigte sich die Feuerwehr besonders spendabel. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Klosterfelde hatte sich gekümmert und immerhin eine Spende von 300 Euro für das Kita-Team gesammelt. Die stellvertretende Ortswehrsführerin Claudia Wendorf und der Ortswehrführer Christian Hänsel übergaben unter dem Beifall der rund 70 Gäste den Umschlag mit dem Bargeld.
Als beide dann das Wort bekamen, bedankten auch sie sie sich im Namen der Feuerwehr, denn die Kooperation von Kita und Blauröcke klappt seit etlichen Jahren im Ort hervorragend. Ein Beispiel dieser guten Zusammenarbeit sind die Martinsfeiern, die alljährlich gemeinsam begangen werden. „Wir spenden diesen Betrag dem Team und hoffen, dass ihr euch gemeinsam einen schönen Tag macht“, riefen sie den Erziehern zu.
Wie gut das Klima im „Spatzennest“ ist, bestätigen Mütter wie Maria Düring. „Meine jüngste Tochter geht derzeit in die Kita, die Ältere war auch hier und besucht nun die Schule. Mir gefällt sehr, dass hier für die Kinder frisch gekocht wird. Nun bin ich selber Köchin und achte darauf, aber anderen Eltern geht es ähnlich. Und ebenfalls sehr schön ist die Vertrautheit, die es hier gibt. Alle Erzieher kennen jedes Kind mit Namen. Das finde ich persönlich wichtig, die Kita ist noch überschaubar groß und daher nicht so anonym.“
Die Bedeutung des frisch gekochten Essens unterstreicht auch Kita-Keiterin Heike Böttger. „Das ist immer ein großes Thema, die Kinder und Eltern schauen jeden Tag auf den Plan. Gut ist auch, dass wir darauf reagieren können, wenn es bei Kindern Allergien und Unverträglichkeiten gibt. Das könnte ein Caterer in dieser Form sich nicht bieten.“
Zu den Höhepunkten des Jahres gehören neben dem jüngsten Spendenlauf noch das Zuckertütenfest, das den Wechsel der Älteren in die Grundschule einleitet. Beim Fest konnten die Kinder es sich richtig gut gehen lassen. Ein Seifenblasenkünstler animierte sie zum wilden Hinterherrennen hinten den Blasen, quasi ein Bewegungsprogramm mit hohem Spaßfaktor. Eine Hüpfburg stand bereit, der Brat- und Kuchenstand ließen keine Wünsche offen. Zudem, so die Information bei der Geburtstagsfeier, fällt in den kommenden Tagen die Entscheidung über den Bau einer neuen Kita in der Mühlenstraße. Zwei freie Träger haben sich darum beworben.