Mehr als 200 000 Rehe und bis zu 25 000 Wildschweine sterben jedes Jahr im Straßenverkehr. Aber auch andere Tiere seien gefährdet. Daher seien grundsätzlich, aber besonders in der Dämmerung, eine vorsichtige Fahrweise und angepasste Geschwindigkeit notwendig. Als besonders gefährlich werden Straßen durch Feld- und Waldgebiete eingeschätzt - auch dann, wenn keine Schilder auf den Wildwechsel hinweisen.
Wildtiere können die Gefahr durch herannahende Fahrzeuge erfahrungsgemäß recht gut einschätzen, so lange diese nicht schneller als 50 bis 60 km/h fahren. Autofahrer sollten einen ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten, bremsbereit sein und die Seitenstreifen im Blick behalten, teilt der Tierschutzverein mit. Nur so habe der Fahrer die Möglichkeit, rechtzeitig zu bremsen, zu hupen und das Licht abzublenden, damit das Tier einen Fluchtweg finden kann. Die Scheinwerfer aufzublenden bewirke eher das Gegenteil. Das grelle Licht kann Tieren die Orientierungsmöglichkeit nehmen. Zudem ist zu beachten, dass einem Tier, das die Straße überquert, oft weitere folgen.