„Im Alltag singe ich eigentlich gar nicht. Ich übe auch am liebsten allein. Aber auf der Bühne fühle ich mich wohl, da können mir gar nicht genug zuschauen“, erzählt Laura Fellhauer. Dabei sang sie schon immer gern, aber es brauchte zunächst eine kleine Ermutigung ihrer Mitschüler. Erst nachdem diese ihr auf einer Klassenfahrt bescheinigten, dass sie gut singen kann, meldete sie sich in einer Musikschule an. Ab diesem Zeitpunkt sammelte sie Erfahrungen auf den verschiedensten Bühnen.
„Während des Abiturs wollte ich meine Karriere ein bisschen ernster angehen, aber ich habe den Spaß daran verloren. Also habe ich zunächst Spanisch und Geschichte auf Lehramt studiert“, erzählt die Sängerin mit dem auffällig blauen Haar. Noch während der Abiturzeit wurde sie bei den „Young Voices Brandenburg“ aufgenommen - eine Nachwuchsförderung der begabtesten Gesangskünstler Brandenburgs.
Zu Beginn des Jahres nahmen die Nachwuchstalente ein gemeinsames Album zum Thema Heimat auf. Im Sommer wanderten sie zwei Wochen lang mit einer Kutsche, auf der die Koffer lagen, 270 Kilometer durch Brandenburg und traten mit den Songs an den verschiedensten Orten auf.
„Mein Studium hat mir aber nicht wirklich Spaß gemacht. Ich habe während der Zeit bei den Young Voices das professionelle Arbeiten erst richtig gelernt. Ich will es jetzt nochmal mit der professionellen Musik probieren“, sagt die Ahrensfelderin. Deshalb hat sie ein Studium an der Hochschule der populären Künste mit dem Hauptfach Gesang begonnen.
Seit drei Jahren sorgt die 22-Jährige mit ihrer Band bei den Jugendfeiern der Freidenker Barnim für ein passendes Rahmenprogramm. „Die Jugendfeiern sind mir sehr wichtig. Vor diesen Auftritten bin ich besonders angespannt“, erzählt Laura Fellhauer. Dabei kommt das Programm so gut an, dass sie dadurch zahlreiche weitere Anfragen erhält.
Neben den Jugendfeiern tritt die Studentin außerdem mit dem Jazz-Collegium Berlin bei verschiedensten Jazz-Festivals in Deutschland auf. „Ich bin eigentlich Popsängerin. In die Jazz-Schiene bin ich reingerutscht. Beim Jazz ist alles viel spontaner und man muss vom Kopf immer da sein“, erklärt die Sängerin.
An einer Castingshow hat die Ahrensfelderin nie teilgenommen. „Ich bin froh, dass daraus nichts geworden ist, denn da ist man immer an gewisse Verträge gebunden“, weiß sie. Ihr Ziel hat sie klar vor Augen: „Ich möchte einfach in die professionelle Popmusik gehen. Egal, ob mit einer Band oder als Einzelkünstlerin. Ich will eigene Songs schreiben und aufnehmen und auf der Bühne stehen“.
Auf der Social-Media Plattform „Instagram“ folgen der jungen Künstlerin bereits mehr als 5000 Menschen. „Eine Zeit lang war es mir sehr wichtig, da habe ich darauf geachtet, dass ich jeden Tag etwas poste, aber das tat mir einfach nicht gut.
Es interessieren sich nicht alle Follower für meine Musik“, erklärt sie. Dabei hält sie die Plattform für optimal, um ihre Musik zu promoten und möglichst viele Leute zu erreichen. Größer ist ihre Freude jedoch, wenn sie bei Veranstaltungen von Leuten angesprochen und nach einem Foto gefragt wird.
Laura Fellhauer eifert ihrem großen Idol, der US-amerikanerinischen Sängerin Beyoncé, nach. „Beyoncé ist einfach perfekt. Sie hat ihr ganzes Leben darauf hingearbeitet, berühmt zu werden“, begründet Laura ihre Vorbild-Wahl und sagt selbstbewusst: „Ich zweifle auch nicht daran, dass ich es schaffen kann“.