Sein Gegenkandidat von der SPD, Juri Geißler, konnte ein durchaus achtbares Ergebnis einfahren. Immerhin zwei Fünftel der Einwohner hatten für den Tiefenseer Bauingenieur votiert. Geißler war am Abend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Bis zum Mittag hatten 25 Prozent der wahlberechtigten Werneuchener bereits ihre Stimme abgegeben. Wahlleiter Dirk Siebenmorgen hoffte da noch auf etwa 50 Prozent. „Da kommte immer die ganze Familie“, so Siebenmorgen. Meistens gebe es nach dem Kaffeetrinken noch einen richtigen Schwung. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung dann bei 46 Prozent.
„Auf lokaler Ebene kann man noch etwas bewirken“, sagte am Nachmittag ein Wähler in Seefeld. Deshalb gehe er auch wählen. Landes- und Bundesabstimmungen interessierten ihn dagegen nicht, so der Mittfünfziger.
Der neugewählte Bürgermeister wird, so ist zu vermuten, in seiner zweiten Amtszeit wohl verstärkt Initiativen von Bürgern in seine Arbeit einbeziehen. Im Wahlkampf hatte er sich dafür ausgesprochen, bei der Bürgerbeteiligung neue Wege zu gegen.
Herausforderer Geißler hatte dagegen vor allem allem auf die erneuerbaren Energien gesetzt. Er hatte u.a. angeregt, dass die Kommune in diesem Bereich selbst tätig werden könnten. Darüber hinaus forderte er eine offensivere Vermarktung der Gewerbeflächen. Horn verwies dagegen auf deren gute Auslastung.
Wahlberechtigte:6 784
Wahlbeteiligung:46,3%
Stimmen%
Horn ( Linke)184259,4
Geißler ( SPD)104340,5