Im Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg ist der multiresistente Erreger 4-MRGN jetzt bei insgesamt neun Patienten nachgewiesen worden. Damit erhöhte sich die Zahl der Betroffenen um zwei gegenüber Freitag vergangener Woche.

Todesursache noch nicht klar

Von den neun Patienten ist bei drei Personen eine Infektion mit dem Erreger festgestellt worden. Einer dieser Patienten konnte vergangene Woche entlassen werden. Die beiden anderen wurden mit Reserveantibiotika behandelt. Nachdem beide Patienten zunächst klinisch stabil waren, ist einer „im Rahmen seiner lebensbedrohlichen schweren Grunderkrankung am 14. September nach längerer intensivmedizinischer Behandlung verstorben“, teilte die Klinik am frühen Montagabend mit. „Die Klinik geht nicht davon aus, dass die schon behandelte Infektion ursächlich für den Tod des Patienten war, lässt diese Fragestellung jedoch aktuell untersuchen“, so Jenny Jörgensen, Pressesprecherin der Immanuel Albertinen Diakonie, auf Anfrage.
Sechs Patienten weisen eine alleinige Besiedelung mit dem Erreger auf und sind nicht infiziert. Zwei dieser Patienten konnten bereits letzte Woche wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Zwei weitere Patienten wurden am Montagnachmittag entlassen.

Klinik steht in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt

„Die besonders strengen und umfassenden Hygiene- und Isolationsmaßnahmen sowie die Ursachenabklärung laufen weiterhin mit höchster Intensität und in engster Abstimmung mit dem Gesundheitsamt“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Montag. „Die betroffenen Patienten sind weiterhin streng isoliert und werden von eigenem ärztlichen und pflegerischen Personal betreut. Die intensiven Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen und umfangreichen Testungen von Patienten sowie Geräten und Oberflächen werden kontinuierlich wiederholt“, versichert Krankenhaushygieniker Dr. Michael Zänker.