Die Diskussion in der Panketaler Gemeindevertretung fiel kurz aus. Der geänderten Planung zum Bauvorhaben Wohn- und Geschäftshaus Schönower Straße/Am Amtshaus in Zepernick wurde im Wesentlichen zugestimmt. In unmittelbarer Nähe zum Rathaus Panketal und zur Kita Pankekinder sollen zwei Baukörper entstehen: Ein Eckgebäude entlang der Schönower Straße/Am Amtshaus mit drei Geschossen und einem Staffelgeschoss sowie ein nördliches Gebäude mit drei Geschossen.
Doch warum wurde die Planung nun geändert? Ursprünglich sollte eine Tiefgarage als Teil des Bauvorhabens realisiert werden. Im Bebauungsplanverfahren wurde ein Baugrundgutachten erstellt, datiert ist es auf den 12. September 2018. Darin wurde festgehalten, dass ein Untergeschoss in Trogbauweise mit entsprechender Grundwasserabsenkung grundsätzlich möglich sei.

Problem Körnung der Sande in Panke

Zum Stand der Ausführungsplanung ist davon keine Rede mehr. Aufgrund der Körnungsgrößen der vorhandenen Sande im Auenbereich der Panke wurde dem Vorhabenträger ein Nachweis nicht erteilt. Ohne diesen Nachweis jedoch keine wasserrechtliche Erlaubnis und ohne diese keine Tiefgarage – zumindest nicht so, wie ursprünglich geplant.
Die Tiefgarage kommt aber doch, nur eben stark verkleinert. Statt der vorgesehenen 64 Stellplätze sollen dort 17 Plätze entstehen. Geplant ist der Bau unter dem Gebäude an der Schönower Straße. Die Zufahrt zur Tiefgarage soll über eben diese Straße erfolgen. Das Tiefgaragengeschoss wird um 0,6 Meter angehoben – dann ist der Bau möglich.
Durch die Anhebung kann das Erdgeschoss nur über eine Treppe beziehungsweise eine Rampe erreicht werden. Die Umplanung hat eine geringfügige Überschreitung der Baugrenze zur Folge.

Weniger Wohneinheiten als geplant

Änderungen ergeben sich auch im nördlichen Gebäude. Dort sollen ein halbes Untergeschoss und ein Hochparterregeschoss zum Parken genutzt werden, 42 Stellplätze sollen dort entstehen. Die Parkebenen haben Auswirkungen auf das Innenleben des Gebäudes: Die Zahl der barrierefreien Wohneinheiten wird um sechs auf dann 29 Wohnungen reduziert und die Zahl der Gewerbeeinheiten um zwei auf dann 16. Die Zahl der nicht barrierefreien Wohnungen bleibt bei 32 Einheiten.
Mit der geminderten Zahl an Wohn- und Gewerbeeinheiten müssen für das Bauvorhaben weniger Stellplätze hergestellt werden. Ursprünglich waren 87 vorgesehen, sowie drei Garagenstellplätze für die Gemeindeverwaltung. Nun werden nur noch 79 Stellplätze benötigt. Laut geänderter Planung werden es am Ende 80 plus die drei für die Verwaltung sein.
Auf der Sitzung der Gemeindevertretung im Mai hatte der Vorhabenträger vorgeschlagen, 62 Wohneinheiten zu „Altenwohnungen“ umzuwandeln, um die Zahl der benötigten Stellplätze zu reduzieren. Für „Altenwohnung“ sind je Wohneinheit 0,2 Stellplätze herzustellen. Entsprechend wäre auf die Herstellung einer Tiefgarage ganz verzichtet worden. Doch die Gemeindevertretung hat diesem Unterfangen eine Absage erteilt.

Parkplatz in Nähe Kita Pankekinder

Nun muss der Vorhabenträger trotzdem nochmal nachbessern. Auf Antrag von Andreé Reschke (CDU) wurde die Beschlussvorlage um einen weiteren Punkt erweitert: An der Grundstücksgrenze zur Kita Pankekinder sind Maßnahmen zu treffen, um die Kinder vor den Abgasen und dem Lärm des an- und abfahrenden Verkehrs auf dem geplanten Parkplatz im nördlichen Grundstücksbereich zu schützen. Darüber hinaus ist die Ein- und Ausfahrt so zu gestalten, dass Konflikte mit dem Hol- und Bringverkehr der Kita vermieden werden. Bürgermeister Maximilian Wonke machte sich diesen Änderungsantrag zu eigen. Bei neun Nein-Stimmen und keiner Enthaltung wurde die Beschlussvorlage mehrheitlich angenommen.
Beim Landkreis Barnim muss der Vorhabenträger einen Änderungsantrag stellen. Schon Ende 2020 könnte eine geänderte Baugenehmigung vorliegen und das Vorhaben zeitnah umgesetzt werden.