Väterchen Frost und das Schneemädchen waren gekommen, es gab Live-Musik und Theater, es wurde gesungen, Gedichte wurden vorgetragen und schließlich gab es auch Speisen, die koscher beziehungsweise halal zubereitet waren.
"Mit so vielen Menschen haben wir nicht gerechnet", sagte Diana Sandler. Rund 30 Kinder aus Tschetschenien, 15 jüdische Kinder, 40 syrische Kinder und etwa 40 Kinder, die selbst oder deren Eltern aus unterschiedlichen Regionen stammen, aus baltischen Ländern, aus Russland, vom Balkan und aus Deutschland. Rund 4000 Mitglieder hat der Verein "Diamant", der sich für die Integration für Zuwanderer im Landkreis Barnim einsetzt. Darunter sind nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Selbsthilfegruppen, wie Diana Sandler sagt. Sie gehört der Jüdischen Gemeinde an und hat gemeinsam mit Mustafa Mourad, dem Vorsitzenden vom Muslimischen Netzwerk Landkreis Barnim das Neujahrsfest vorbereitet. "Wir wollen dazu beitragen, dass im Barnim alle ruhig und friedlich miteinander leben", sagt sie. Seit etwa zwei Jahren, nachdem viele Flüchtlinge muslimischen Glaubens nach Deutschland gekommen waren, steht sie auch im engen Kontakt mit Eshaam Mohammed von "Menschen stärken Menschen". "Als Jüdin kenne ich Moslems nicht genug. Sie hat mir geholfen, sie zu verstehen", sagt Diana Sandler.
Ziel von Diamant ist die Integration. Kurse über Umgangsformen, gemeinsame Projekte oder was es heißt, in Deutschland zu leben, gehören dazu. "Wir wollen als Teil der deutschen Gesellschaft unsere Kraft für das Land investieren", erklärt sie. Sie habe in Deutschland viel Gutes erfahren, mit die Integrationsarbeit will sie dies zurückgeben.
Unterstützt wurde das Neujahrsfest vom Beirat für Migration und Integration des Landkreises, dem Kreis, der Stadt Bernau, dem Migrations- und Integrationsrat Land Brandenburg, dem Freien Verband der Muslime sowie der Gesellschaft Soziale Dienste Jugendhilfe.