Zum Repertoire des Duos gehörte aber auch der Beatles-Titel "Imagine", den sie für ihren Auftritt eigens bearbeitet haben, oder der bekannte Reggae-Hit "No woman, no cry". In ganz andere, nahezu intergalaktische sphärische Welten entführte Samuele Vivian die Besucher mit seinen Soli auf der Gitarre, die er virtuos beherrscht. Darunter der Titel "Dubwise" aus dem gleichnamigen Album, in dem er die "Essenz jamaikanischer Musik" verarbeitet hat.
Die nahezu 50 Besucher des Konzerts im Kulturbahnhof, der damit praktisch auch ausverkauft war, zeigten sich begeistert und sparten nicht mit Applaus. Der Verein Kultur im Bahnhof hat es zudem verstanden, das Konzert, ähnlich wie in großen Konzerthäusern, kulinarisch abzurunden. Man konnte die Musik bei Rotwein, Saft und kleinen Häppchen genießen. Es ist das erste Konzert des ersten Halbjahres, wie Frauke Felsch von Verein bei der Begrüßung mitteilte. Weitere Konzerttermine stehen derzeit noch nicht fest, doch der Kulturbahnhof wartet auch mit Autorenlesungen, Poetry-Slam, Ausstellungen, dem Bahnhofsmusikfest und anderem mehr auf.
Im Zusammenhang mit der Suche nach geeigneten Gruppen für letzteres stießen Frauke Felsch und Elke Eckert im Übrigen im vorigen Jahr bei den East Side Music Days an der East-Side-Gallery in Berlin auf das Duo "The King Stones". Ihnen habe die lebendige Vorstellung und die Stimmung, die von dem Duo erzeugt wird, sehr gefallen.
Samuele Vivian unterrichtete fünf Jahr an der Musikschule der jamaikanischen Hauptstadt Kingston. Dort musizierte er einige Zeit mit Gabriella Reno als Duo. Sie nahmen unter anderem am "Jamaica Jazz und Blues Festival" teil. Außerdem seien sie nach Auskunft des Vereins von "Tallawah" und anderen jamaikanischen Zeitungen als der aktuell angesagte "Indie Reggae Sound" nominiert worden. Seit anderthalb Jahren weilen sie in Europa, vor allem in Berlin.